Piloten kämpfen erfolgreich gegen den Sturm

Heftiger Wind fegte am Sonntag über die Alb. Doch die Segelflieger aus Grabenstetten stemmten sich gegen den Sturm und wurden mit der bislang besten Platzierung in der laufenden Saison belohnt.

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Bei Windgeschwindigkeiten von über 40 Stundenkilometern wird es schwierig für die Segelflieger gegen den Wind anzukommen: Jedes Mal, wenn sie in einem Aufwind kreisen, um Höhe zu gewinnen, werden sie vom Wind rückwärts versetzt. In Windrichtung können sie zwar große Geschwindigkeiten erreichen, aber die Rückkehr zum Startflugplatz wird schnell zur unmöglichen Herausforderung.

Unter diesen Bedingungen gelang am Sonntag drei Piloten aus Grabenstetten eine Glanzleistung: Trotz des starken Windes schafften sie einen gültigen Wertungsflug für die zweite Bundesliga. Am schnellsten unterwegs war Frederik Widmaier. Er schaffte 67 Stundenkilometer bei einer Gesamtstrecke von 207 Kilometern. Den zweiten Flug lieferte Nico Walker mit 65 Stundenkilometern. Der Rückweg nach Grabenstetten gegen den Westwind und den einsetzenden Regen gelang ihnen allerdings nicht: Walker kam noch bis zum Flugplatz Blaubeuren, Widmaier musste mit einem Acker vorlieb nehmen und landete sicher bei Langenau an der Autobahn A 7.

Der erst 17-jährige Nachwuchspilot Henrik Theiss war mit 42 Stundenkilometer zwar deutlich langsamer als die erfahrenen Kameraden, jedoch schaffte er das fast unmögliche und kämpfte sich gegen den Wind zum heimischen Flugplatz in Grabenstetten zurück. „Die Aufwinde waren gut, aber man ist fast nicht vorwärts gekommen“, erklärt der junge Theiss. Er lieferte den dritten Flug für die Liga-Wertung.

Der Lohn für die Mühen war Platz vier in dieser Runde der zweiten Bundesliga, das bislang beste Ergebnis in der laufenden Saison. In der Tabelle, wo die Vereine zurzeit noch eng beieinander liegen, klettern die Piloten von der Vorderen Alb gleich um ganze neun Plätze nach oben und stehen nun auf Rang 13 von 30. Der Rundensieg ging diesmal ans Aero Team Klix (Sachsen). In der Tabelle führt nach wie vor Berlin, gefolgt von der Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd.ms

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