Neubau für Fachräume geplant

Ein Raumkonzept hat gezeigt, dass die Räumlichkeiten der bisherigen Werkrealschule Vordere Alb in Zukunft nicht ausreichen. Ein Neubau für Fachräume soll Abhilfe schaffen.

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Aus der Römersteiner Werkrealschule wird eine Gemeinschaftsschule: Die ersten Fünftklässler starteten bereits zu diesem Schuljahr in der neuen Schulform, zunächst werden die Klassen 5 und 6 der neuen „Gemeinschaftsschule Vordere Alb“ im Schulzentrum in Hülben unterrichtet, in direkter Nachbarschaft zur Peter-Härtling-Grundschule. Spätestens ab Klasse 7 werden die Schüler künftig in Römerstein unterrichtet - und bis dahin soll auch die Schule soweit auf Vordermann gebracht werden, dass sie den Anforderungen der Gemeinschaftsschule gewachsen ist. Die Gemeinde Römerstein muss hierfür viel Geld in die Hand nehmen: Eine erste Kostenschätzung des Architekturbüros Ott aus Laichingen geht von rund 1,2 Millionen Euro aus, die in Umbauten an den bisherigen Schulgebäuden, vor allem aber auch in einen Neubau investiert werden müssten.

Stabil Zweizügig

Diese Investitionen sind nötig, um dem Raumbedarf der Gemeinschaftsschule zu entsprechen. So geht die Schulverwaltung derzeit von einer stabilen Zweizügigkeit der Schulform aus, dementsprechend werden für die Klassen 7 bis 10 jeweils zwei Klassenzimmer benötigt. Diese sollen nach den Plänen der Architekten in den bisherigen Schulgebäuden untergebracht werden, die Fachräume, etwa für Kunstunterricht oder die Naturwissenschaften, sollen zusammen mit einem großen Computerraum in einen Neubau wechseln. Dieser soll nördlich an die bisherigen Schulgebäude angebaut werden, wobei ein Verbindungsgang die Gebäude verbinden soll. Im Bereich dieses Verbindungsgangs soll zudem ein überdachtes Außenklassenzimmer entstehen, das den bestehenden Baumbestand integrieren soll.

Umbauten wird es auch in den bisherigen Gebäuden geben, die allesamt in die Jahre gekommen sind und ebenfalls saniert werden sollten. Geplant ist nun etwa, das Lehrerzimmer auf beide Seiten des Haupteingangs auszudehnen. „Das jetzige Lehrerzimmer ist deutlich zu klein, im Rahmen einer Gemeinschaftsschule braucht jeder Lehrer seinen eigenen Arbeitsplatz“, erklärte Architekt Thomas Ott in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Lerninseln in kleinen Räumen sollen den Schülern künftig die Möglichkeit zum selbstbestimmten Lernen geben, ebenso soll ihnen ein kleiner Computerraum zur eigenen Recherche zur Verfügung stehen. Weitere Sitzmöglichkeiten sollen aus dem Flur „qualitativ hochwertige Aufenthaltsbereiche“ machen - schließlich verbringen die Gemeinschaftsschüler mehr Zeit an der Schule, außerdem wird mehr Wert auf das Lernen in Kleingruppen gelegt.

Zu guter Letzt soll es mehr Platz für das Lager des Hausmeisters geben, der Barrierefreiheit wird durch den Einbau eines der Norm entsprechenden Behinderten-WCs Genüge getan. Arbeit wartet indes auch in der Sporthalle. „Der Mehrzweckraum in der Halle wäre als Mensa gut geeignet“, hat Ott auch diesen Bau im Blick. Werden die Pläne realisiert, „würde die Gemeinschaftsschule gut funktionieren“, ist sich der Architekt sicher.

Allein für den Neubau müsste die Gemeinde rund 970 000 Euro investieren, so die erste Kostenschätzung des Architekturbüros, 50 000 Euro wären für die Außenanlagen fällig und weitere 210 000 Euro für die Baunebenkosten. Immerhin: Das anvisierte Grundstück zwischen Schule und Halle gehört bereits der Gemeinde.

Baubeginn im Juli 2017

Noch nicht beziffert sind die Kosten, die die Umbauten im bisherigen Schulhaus mit sich bringen. Dort müsste wohl auch im Rahmen des Brandschutzes etwas passieren. „Es gibt auch noch keine Brandmeldetechnik, das müssten wir prüfen“, so Architekt Ott. Der Zeitplan ist indes eng gestrickt: Anfang 2017 soll der Bauantrag eingereicht werden, im Juli 2017 könnte mit dem Bau des Neubaus begonnen werden. Ende der Sommerferien sollten dann zu Beginn des Schuljahrs 2018/19 alle Arbeiten fertiggestellt sein.

Im Römersteiner Gemeinderat traf die Präsentation von Thomas Ott auf breite Zustimmung. Von „durchaus überzeugenden Plänen“ sprach etwa Gemeinderat Alexander Götz. Thomas Deuble lobte, dass die Konzeption und auch die Kostenkalkulation dem entsprechen würden, was im Gremium bereits diskutiert worden sei.

Was nicht verwundert: Schließlich arbeiteten die Architekten mit dem 2014 für die Gemeinschaftsschule erstellten Gebäuderaumkonzept und in enger Absprache mit Bürgermeister Matthias Winter und Schulleiter Jörg Bizer. Einstimmig entschied der Rat, den Planungsauftrag an das Laichinger Architekturbüro zu vergeben – ein erster Schritt hin zur baulichen Realisierung der Gemeinschaftsschule, die in Hülben bereits erfolgreich an den Start ging.

Millionen Euro wird die Erweiterung der Gemeinschaftsschule Vordere Alb in Böhringen mindestens kosten, so die erste Kostenschätzung des Laichinger Architekturbüros .

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