Nahwärme und das Leck im Wassernetz

Die Gemeinde überlegt, ihre Gebäude in Böhringen ans geplante Nahwärmenetz anzuschließen. Entschieden ist aber noch nichts.

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Die Genossenschaft "Neue Energie Römerstein" beabsichtigt, ein Nahwärmenetz in Böhringen einzurichten (wir haben berichtet). Derzeit wird geprüft, wie viele Haushalte sich an das Netz anschließen lassen wollen. Wie es diesbezüglich um die Pläne für die kommunalen Gebäude bestellt sei, fragte deshalb Gemeinderat Walter Loser am Donnerstag die Verwaltung. Grundsätzlich, sagt Bürgermeister Michael Donth, wolle sich die Kommune mit ihren Gebäuden am Nahwärmenetz beteiligen. Im Rathaus etwa müsse die Heizung ohnehin über kurz oder lang ausgetauscht werden. Denkbar sei auch, den neuen Böhringer Kindergarten ans Wärmenetz anzuschließen. Konkretes konnte der Bürgermeister indessen noch nicht nennen. Zumal erst zu prüfen sei, ob sich ein Anschluss ans Wärmenetz für die Gemeinde wirtschaftlich überhaupt rechne.

Walter Loser, der auch Aufsichtsrat der Energiegenossenschaft ist, wollte außerdem wissen, ob die Gemeinde daran denkt, Leitungen auszutauschen, wenn die Genossenschaft Straßen für ihre Bauarbeiten aufreißt. Falls die Kommune in den betroffenen Bereichen ohnehin Leitungen erneuern wolle, werde sie die Chance ergreifen, erklärte Donth. Dabei habe er vor allem die Wasserleitungen im Blick. Ein Thema, mit dem sich der Gemeinderat schon während der Haushaltsdebatte befasst hatte. Anlass für die Debatte ist ein Wasserrohrbruch in Böhringen, der bislang noch nicht geortet werden konnte. Auch um die Donnstetter Leitungen sei es nicht überall zum Besten bestellt, führte Gemeinderat Heinz Schmutz aus, der wissen wollte, was die Verwaltung bezüglich des Trinkwassernetzes unternehmen wolle.

Um Lecks aufzustöbern, sagt Bürgermeister Donth, habe die Kommune so genannte Datenlogger angeschafft, die helfen, Löcher in den Leitungen aufzuspüren. Diese hätten sich auch bewährt. Deswegen sei im Etat vorgesehen, weitere solcher Geräte für insgesamt 3000 Euro anzuschaffen. Auf Antrag von Helmut Vöhringer ist dieser Posten nun mit einem Sperrvermerk versehen. Er möchte bezüglich der Datenlogger noch die Meinung des Bauhofleiters hören. Der Gemeinderat muss also bezüglich des Kaufs nochmals ausdrücklich beschließen, die im Etat bereitgestellte Summe tatsächlich auszugeben.

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