NACHRUF: Die Diakonie trauert

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Oliver Maier, Geschäftsführer der Diakonie-Sozialstation

Kurz vor seinem 49. Geburtstag starb am Mittwoch unerwartet der Geschäftsführer der Diakonie-Sozialstation Metzingen. Oliver Maier, der in Grafenberg gelebt hat, hinterlässt neben seiner Frau drei Kinder im Alter von 17 bis 23 Jahren. "Durch seine menschliche und fachliche Kompetenz hat Oliver Maier zur stetigen Weiterentwicklung der Diakonie-Sozialstation beigetragen. Dadurch konnte vielen Menschen wertvolle Hilfe geleistet werden," sagte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Sozialstation-Trägervereins.

Oliver Maier studierte nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann Btriebswirtschaftslehre in Tübingen und war nebenher Geschäftsführer in Teilzeit bei der Diakoniestation Ammerbuch; 1996 bis 1998 war er bei der Christoffel-Blindenmission Abteilungsleiter für zentrale Dienste. Im Jahr 1998 kam er nach Metzingen und war bis 2006 Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des evangelischen Diakonissenrings. Ab 15. September 1999 war er Geschäftsführer und Vorstandsmitglied bei der Diakonie-Sozialstation Metzingen, zuerst in Teilzeit (parallel zum Diakonissenring).

Maier gründete den dritten Pflegebereich Ost und baute die Diakonie-Sozialstation zu einer der größten Einrichtungen dieser Art im Land aus. Zudem war er zuständig für den Aufbau der Abteilung Kinderkrankenpflege, Metzingen ist damit die einzige Diakoniestation mit dieser Abteilung in Baden-Württemberg. Oliver Maier fing bei der Diakonie-Sozialstation mit 40 Mitarbeitern an, jetzt sind es 220. Neben vielen anderen Aktivitäten hat er sich besonders für osteuropäische Pflegekräfte eingesetzt; er sorgte dafür, dass sie hier nicht nur legal arbeiten, sondern auch ordentlich bezahlt werden. Dies mündete schließlich in eine Geschäftsvereinbarung mit einer Agentur in Rumänien.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit war er als Kirchenpfleger in Grafenberg tätig und Lehrbeauftragter der medizinischen Hochschule in Hannover, wo er 2010 berufsbegleitend den Magister Public Health erworben hat. Jüngste Planungen der Diakonie-Sozialstation und Oliver Maier waren eine Projektidee namens "Gesundheitsdorf", das er Anfang Juli dem Gemeinderat Grafenberg vorstellte und die ersten Überlegungen für einen Neubau der dortigen Sozialstation darstellte.

Die Mitarbeiter der Diakonie sind bestürzt über den Tod ihres hoch geschätzten Chefs. "Probleme waren für ihn immer eine Herausforderung."

Sein Glaube war die Basis für alles Handeln, das war auch für die Mitarbeiter jeden Tag sichtbar. "Er war für jeden da und hatte immer ein offenes Ohr für alle Probleme. Wo Not am Mann war, hat er zugepackt, auch wenn er das als Geschäftsführer nicht hätte machen müssen", berichten die Mitarbeiter.

Die Beerdigung von Oliver Maier findet am Donnerstag, 14. August, um 14 Uhr auf dem Friedhof Ammerbuch-Entringen statt.

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