Musik als Klammer der Gemeinde

|
Akkordeonmusik im Gotteshaus? In der Böhringer St. Gallus-Kirche passte das gut zusammen.  Foto: 

Akkordeon und Kirche: Was nach landläufiger Meinung nicht unbedingt zusammenpasst, harmoniert indes perfekt. Das wurde beim Benefizkonzert des Akkordeon-Orchesters in der St. Gallus-Kirche am Samstag deutlich: „Es war herrlich, die Musik ist zu Herzen gegangen“, resümierte Pfarrer Albrecht Lächele.

Nicht nur zum Schunkeln

Mit seinem positiven Urteil stand er nicht alleine da: Rund 250 Besucher waren begeistert von einem rundum gelungenen Auftritt der 14 aktiven Musiker des Orchesters rund um Dirigent Igor Omelchuk. Selbst Akkordeonmusiker der Spitzenklasse, holt er aus seinen Orchester-Mitgliedern Höchstleistungen hervor.

Und gemeinsam stellten Dirigent und Musiker eines eindrucksvoll unter Beweis: Akkordeonmusik ist mehr als Schunkellieder und eine musikalische Untermalung geselliger Abende. Klassik und Musicals, aber auch Rock und Pop hat das Böhringer Akkordeonorchester im Schwäbischen Albverein längst im Repertoire: So erklang in der St- Galluskirche unter anderem die „Sinfonia alls Barocco“ von Ted Huggens, aber auch der „Queen“-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ und „The Lord oft he dance“. Igor Omelchuk begeisterte als Solist mit „Romance“ von Franck Angelis, für Gänsehautmomente sorgte Pianistin Marie Müller mit ihrer Interpretation von „Der Winter“ aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“.

Auch die Kinder- und Jugendarbeit funktioniert, wie eindrucksvoll zu hören war: Das Jugendorchester unter Leitung von Betina Baum brillierte mit „Andante Cantibile“ von Josef Dieser und der „Suite elementaire“ von Alexander Jekic. Bewegend dann das Schlusslied, als beide Orchester sowie drei junge Melodicaspieler gemeinsam mit den Besuchern des Konzerts „Nun danket alle Gott“ spielten und sangen.

Den Pfarrer freut’s, dass das Zusammenspiel so gut funktioniert: „Die Gesamtgemeinde findet sich über die Musik“, erklärt er nach dem Konzert. „Es gibt keine Berührungsängste mehr für Musik in der Kirche“, unterstreicht er. „Auch im Gottesdienst ist das Schlagzeug längst angekommen.“ Am Samstag wurde es von Matthias Wurst gespielt, weiterer Percussion-Gastmusiker war Joachim Schoepe. Den Besuchern wurde am Samstag Kultur geboten, die laut Pfarrer Lächele „ins Dorf passt“.

Spenden für Eritrea

Und gemeinsam haben Musiker und Zuschauer auch noch Gutes getan: Der Erlös des Benefizkonzerts kommt der Organisation „Archemed – Ärzte für Kinder in Not in Eritrea“ zu (wir berichteten). Die Böhringer Kinderkrankenschwester Beate Müller hält sich gerade für einen Hilfseinsatz in der Hauptstadt Asmara auf, die dortige Entbindungs- und Babystation kann sich über ausreichend Spendengelder aus Böhringen freuen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Mietvertrag läuft 2019 aus: Muss das Luna umziehen?

Das Kino blickt auf zwei erfolgreiche Jahre zurück, doch die Freude ist getrübt. Der angestammte Standort in der Eisenbahnstraße ist in Gefahr. weiter lesen