Mosterei: Vorerst kein Geld für Förderverein

Sollte sich ein Förderverein gründen, der die alte Bempflinger Mosterei wieder betreibt, will der Gemeinderat über einen Zuschuss nachdenken. Vorerst gibt es - entgegen einer FWV-Anregung - kein Geld.

|

Kärrnerarbeit für Bempflingens Kämmerin Tanja Galesky und die Vertreter der beiden Ratsfraktionen: Im Vorfeld der jüngsten Gemeinderatssitzung haben FWV und SPD/UB wieder ihre Anträge zum Haushalt eingebracht. Strittige Punkte sind am Montag nochmals diskutiert worden, wobei es nicht um überdimensionale Geldbeträge ging. Zur Debatte stand etwa ein Vorschlag der Freien Wähler, was die alte Bempflinger Mosterei angeht. Im Ort gibt es wohl eine Initiative, die Interesse daran hat, den Mostereibetrieb wieder aufzunehmen und möglicherweise auch einen Förderverein gründen will, ließen einige Räte durchblicken.

Um das Vorhaben zu unterstützen, hatte die FWV erwogen, 25 000 Euro im Haushaltsplan einzustellen. Schließlich gehe es hier auch um die Förderung der Streuobstwiesen, argumentierte Gemeinderat Ulrich Kärcher. "Das ist nur eine Anregung", ergänzte sein Fraktionskollege Hans Reitermayer.

Der Verwaltung indes liegen derzeit keine konkreten Informationen über die Gründung eines Fördervereins vor, sagte Bempflingens Bürgermeister Bernd Welser. Der Betrieb der Mosterei wurde Ende 2011 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Rat und Verwaltung hatten danach entschieden, eine mobile Mostpresse anzubieten und dafür auch Geld investiert. "Die Presse funktioniert, wird aber nicht mit eigenem Personal betrieben", erklärte der Verwaltungschef, der betonte: Der Betrieb einer Presse ("er ist bei uns defizitär") sei keine Pflicht, sondern eine Freiwilligkeitsleistung einer Kommune. Welser: "Wir möchten nicht 25 000 Euro investieren zugunsten eines Vereins, den es noch gar nicht gibt."

So sieht das auch Sandra Maisch (SPD/UB): "Wenn der Förderverein gegründet ist, diskutiere ich gerne über einen Zuschuss. Momentan können wir dafür aber kein Geld in den Haushalt einstellen."

Mit Unterstützung der Gemeinde darf indes das Jugendhaus "Gleis 1" rechnen. Der Gemeinderat hat jetzt 600 Euro für eine Musikanlage genehmigt. Die FWV hatte angeregt, eine gebrauchte Anlage zu besorgen oder zu Spenden aufzurufen. Die Verwaltung setzte sich aber für die Investition ein, unter anderem, weil die Jugendlichen in den vergangenen Jahren bereits viel auf Spendenbasis beschafft hatten.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Weitere Vollsperrung auf der Bundesstraße 28

Autofahrer müssen sich weiter in Geduld üben: Zwischen Bad Urach und Böhringen wird gebaut. Die B 28 wird daher neben der Sperrung bei Neuhausen auch auf der Steige voll gesperrt werden. weiter lesen