Mehrheit für Udo Rogotzki

Es war ein denkwürdiger Abend mit einem ebensolchen Ergebnis: Die Mitglieder des Golfclubs Reutlingen-Sonnenbühl wählten dieser Tage Udo Rogotzki mit 97 Prozent zum neuen Präsidenten.

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Überzeugende Antrittsrede und ein Appell an das Miteinander im Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl: Präsident Udo Rogotzki.  Foto: 

181 Mitglieder des Golfclubs Reutlingen-Sonnenbühl e.V. waren in die Brühlhalle gekommen, um die Weichen für die Zukunft des Golfclubs zu stellen. Am Ende wählten sie Udo Rogotzki mit einer überwältigenden Mehrheit von 97 Prozent zum neuen Präsidenten - und zum Nachfolger von Michael Hubberten. Eine positive Grundstimmung begleitete die ordentliche Mitgliederversammlung des Golfclubs Reutlingen-Sonnenbühl. Schon in den Wochen zuvor wurden von den Amtsinhabern und Kandidaten die Weichen für einen guten Übergang gestellt. Eindeutiges Zeichen dafür war, dass die von allen sehr geschätzte Schatzmeisterin Liane Slama ebenso wie Jürgen Schaal, Vorstand Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sich bereit erklärten, für eine weitere Amtszeit auf drei Jahre zu kandidieren.

Zunächst hatten die einzelnen Vorstände ihre Berichte vorgetragen. Der scheidende Präsident Hubberten ließ das zurückliegende Jahr Revue passieren. In Sachen Gastronomie zeigte er sich optimistisch, dass bald ein neuer Pächter präsentiert werden könne. Gestoppt wurde laut Hubberten die Gefahr durch marodierende Wildschweine auf den 18 Bahnen und um die Grüns herum. Nach dem Bau eines Elektrozaunes fast um den gesamten Platz und einer erfolgreichen Treibjagd der Jagdpächter gebe es keine weiteren Schäden mehr. Noch offen sei die Regulierung der Schäden an den Dächern des Clubhauses und der Gerätehalle aus dem Hagelunwetter im Sommer 2013. Derzeit laufe ein juristisches Gutachten, um zu klären, wie viel Geld der Club von der Versicherung dafür erhalte. Den abgelaufenen Werkvertrag mit der Greenkeeping-Firma Garten Moser habe man um weitere fünf Jahre verlängert, verkündete Hubberten zum Ende seines Vortrags.

Clubmanager Bernd Ruof berichtete in seiner Funktion als kommissarischer Spielführer über die Erfolge der sieben Mannschaften des Clubs. Allen voran die erste Herrenmannschaft, die innerhalb der Deutschen Golf Liga (DGL) in die Oberliga aufgestiegen ist und bei der Baden-Württembergischen Mannschaftsmeisterschaft in Pforzheim den Aufstieg in die 3. Liga schaffte. Ebenfalls aufgestiegen sind die Herren der Altersklasse AK 35 von der 3. in die 2. Liga.

Schatzmeisterin Liane Slama legte einen detaillierten Jahresabschlussbericht vor, der am Ende ein positives Ergebnis auswies. Für das laufende Jahr stellte sie einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan vor.

Pressevorstand Jürgen Schaal präsentierte in seinem Bericht neben den Themen des vergangenen Jahres die neue Werbekampagne des Golfclubs. Ganz klar sei die Zielsetzung, mehr neue Mitglieder zu gewinnen und vor allem jüngere Familien fürs Golfen zu begeistern.

Mit Spannung wurden die Wahlen erwartet. Zuvor trat der designierte Präsident Udo Rogotzki ans Rednerpult, um die Mitglieder mit seinen Ideen und Gedanken zur "Zukunft des Golfclubs" vertraut zu machen. Der 72-jährige Unternehmer entwickelte klare Vorstellungen, wohin die Reise gehen soll. "Unsere Anlage ist naturbelassen, sie liegt am Biosphärengebiet und ist ein landschaftliches Highlight, das wir manchmal gar nicht mehr bewusst wahrnehmen. Es ist ein Privileg, hier Golf zu spielen", sagte er. Besonders wichtig sei ihm die Förderung des Clublebens: "Im Vordergrund steht das freundschaftliche Miteinander aller Leistungs- und Altersklassen. Daraus entwickeln wir eine gemeinsame positive Grundstruktur." Durch besondere Turniere - gedacht ist an eine Serie wie der Fed-Ex-Cup im Profigolf mit einem so genannten "Race 2 Reutlingen" - und gesellschaftliche Events soll das Clubleben um viele Attraktionen bereichert werden. In den Fokus rückte Rogotzki auch die Gewinnung von neuen Mitgliedern beziehungsweise die Aktivierung von ehemaligen. Im Lauf des Jahres solle ein entsprechendes Beitragsmodell entwickelt werden, das zusätzlich einen Schub bringe. Als seine persönliche Aufgabe und die des Clubmanagements sieht der neue Präsident die Gewinnung von Sponsoren. Um die Vielzahl der Aufgaben zu stemmen sowie neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, möchte Rogotzki einen sechsköpfigen Beirat etablieren. Dieser soll gemeinsam mit verschiedenen Ausschüssen die Arbeit des Vorstands unterstützen. In den Neuwahlen wurden die Kandidaten mit einer Zustimmung von weit über 90 Prozent in ihre Vorstandsämter berufen.

Info Die neu gewählten Vorstände rund um Präsident Udo Rogotzki sind Monika Pietschmann-Eschle (Vizepräsidentin), Liane Slama (Schatzmeisterin), Michael Reiher (Spielführer), Jürgen Schaal (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Michael Maier (Greenkeeping) sowie Oliver Herrmann (Jugend).

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