Lichttechnik, die mitdenkt

Eine Straßenlaterne, die einfach nur Licht spendet, war einmal. Energieeinsparung und Multifunktion sind angesagt. Hülben soll Versuchsstandort für ein Innovationsprojekt der EnBW werden.

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Wie muss sich der Schwabe nicht verunglimpfen lassen, wenn er von einem Landsmann beschimpft wird: „dumm wie Brot“, „dumm wie ein Stück Feldweg“ oder „dumm wie ein Laternenpfahl“ heißt es da mitunter im Streit. Doch gerade der letzte Vergleich könnte in Hülben bald hinken, denn dort soll womöglich ein innovatives Produkt der EnBW installiert werden, der konzernintern unter dem Begriff „SM!GHT“ (Smart.City.Light) firmiert – eine intelligente Straßenlaterne. „Die Gespräche über die Installation laufen in einem frühen Stadium“, sagte Bürgermeister Siegmund Ganser beiläufig im Gemeinderat. Als Standort komme der Bereich vor dem Rathaus in Frage.

Die neue, erst vor wenigen Wochen auf der CeBIT vorgestellte Straßenlaterne, kann mehr als einfach nur Licht spenden. Das Multitalent hat in seiner Basisversion eine Lademöglichkeit für E-Fahrzeuge und einen Notrufknopf installiert. Somit könnte die Laterne zur ersten E-Tankstelle in Hülben avancieren.

Doch damit nicht genug: Die Vollausstattung sieht einen öffentlichen WLAN-Hotspot und Umweltsensorik vor. Damit können Feinstaubmessungen, CO2-Belastung oder auch Lärm gemessen werden. „Solche Daten dienen als Grundlage etwa für Verkehrsgutachten“, sagte Ganser.

Fast schon selbstverständlich mutet der Umstand an, dass die Laterne mit energiesparenden LED-Leuchtkörpern ausgerüstet ist. Die Technik ermöglicht eine „mitlaufende“ Beleuchtung , das heißt, die Laterne erkennt Fußgänger oder Radfahrer über Bewegungssensoren und stellt das Licht vor ihnen an und hinter ihnen wieder aus.

Die intelligente Straßenlaterne kam nicht zufällig im Gemeinderat zur Sprache, vielmehr wurde sie im Zusammenhang mit der anstehenden Umrüstung alter Leuchtkörper auf LED-Beleuchtung erwähnt. 110 der insgesamt knapp 600 Straßenlampen soll noch in diesem Jahr umgerüstet werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 57 000 Euro, die sich durch Energieeinsparungen und geringeren Wartungsaufwand innerhalb von vier Jahren amortisiert haben sollen. „Danach sparen wir richtig Geld“, freut sich Bürgermeister Ganser schon heute.

Sukzessive sollen natürlich alle Laternen in Hülben mit der LED-Technik ausgestattet werden. Der große Schub jetzt zu Beginn resultiert daraus, dass die Kommune das Laternennetz von der EnBW erworben hat, der Stromkonzern aber weiterhin mit der Wartung beauftragt wurde. In dieser Vereinbarung ist festgehalten, dass die EnBW im ersten Vertragsjahr ohnehin alle Leuchtkörper austauschen und reinigen muss. Für den nun beschlossen Umstieg auf die LED-Technik fallen somit keine Anfahrts- und nur geringe Monteurskosten an. Insgesamt erhalten die 110 LED-Laternen nicht nur „neue Glühbirnen“, die LED-Technik erfordert auf der Laterne auch andere Leuchtkörper, die im Preis enthalten sind.

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Kommentare

28.04.2015 19:39 Uhr

LED

Ich finde es immer sehr bewundernswert, wenn Städte und auch kleinere Gemeinden sich so gut wie möglich für die Umwelt umsetzen. Wir versuchen in unserem Haushalt soviel wie möglich für den ökologischen Fußabdruck zu machen. Zuhause verwenden wir schon seit Jahren LED-Beleuchtung, letztens sind wir auch auf einen LED-Fernseher umgestiegen. In unserem Betrieb ist das lange ein Problem gewesen, weil unsere Büros und die Lagerhalle vermietet sind, aber letztendlich haben wir vor einigen Monaten mit der Deutschen Lichtmiete eine gute Lösung gefunden.

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