Licht für die Orchideen

Der Pflegetrupp des Schwäbischen Albverein, mit mehr als 30 Helfern der Ortsgruppe Neckartenzlingen, hat wieder mit den Arbeiten begonnen. Ziel war das Naturschutzgebiet Schönrain.

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Nach getaner Arbeit ist Zeit für ein Gruppenbild. Foto: Privat

Bei den ersten Pflegemaßnahmen in diesem Jahr führte die Gruppe des Schwäbischen Albvereins nicht nur Schneidarbeiten durch, sondern war auch mit der Beseitigung von Auswüchsen beschäftigt. Ziel war, möglichst viel Gestrüpp zu beseitigen, damit die Orchideen wieder Licht erhalten. Der Schönrain mit seinen Orchideen wie Herbstdrehwurz, Bienenragwurz, und so weiter beheimatet auch gefährdete Tierarten wie Schlingnatter, Schwalbenschwanz-Schmetterling und Heideschnecken in seinem idealen Lebensraum.

Seit 1960 werden unter der Leitung vom Vertrauensmann Karl-Wilhelm Fischinger notwendige Maßnahmen durchgeführt. Sie wurden durch den Rückgang der einstigen intensiven Beweidung des Schönrain und dem enormen Einschlag von Stickstoff aus der Luft notwendig. Geraten doch die im Wettbewerb mit Gras und Schlehdorn unterlegenen Orchideen, wie der Zielart des Pflegekonzeptes der Herbstdrehwurz empfiehlt, aber auch andere schutzwürdige Pflanzenarten, in Gefahr verdrängt zu werden und nach und nach aus dem Schönrain zu verschwinden.

Die zu schützenden Pflanzen sind dringend auf Hilfe und Pflege angewiesen.

Durch einen Pflegevertrag vom Jahr 2002, mit Landratsamt und Landwirt Kurz, wird der Schörain wieder intensiver beweidet und die Pflege mehr den Schafen und Ziegen überlassen. Würde man aber nicht zusätzlich mit Motorsäge und Freischneidegerät vor allem dem Schlehdorn zu Leibe rücken, würde die Heide rasch verbuschen. Anstelle einer Vielfalt von Pflanzen und Tierarten würde nur die in dieser Landschaft weit verbreiteten Baum- und Straucharten die Heide besiedeln.

Bürgermeister Herbert Krüger, der auch mit Rechen ausgestattet wurde, bedankte sich für die erbrachte Knochenarbeit der Albvereinler, vor allem bei Pflegedienstleiter Jörg Dessecker, der an diesem Tag sein 20. Arbeitsjubiläum begehen konnte. Als Dank der Gemeinde Neckartenzlingen erhält die Pflegetruppe des Hauptvereins zum Ausbau ihres Gerätebedarfs eine Spende von 500 Euro. Vertrauensmann Karl-Wilhem Fischinger schloss sich den Worten vom Bürgermeister Krüger an und überreichte Jörg Dessecker eine Flasche Neckartenzlinger Sekt.

Zum Abschluss spendierte H. Schaller eine zünftige Brotzeit, der arbeitsintensive Tag wurde damit würdig abgerundet.

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