Landesehrennadel für Gisela Wörz

Für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement wurde Gisela Wörz die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen.

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Besondere Ehre für Gisela Wörz: Vor dem Weihnachtskonzert des Akkordeonorchesters erhielt sie während einer Feierstunde die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Die Auszeichnung erhielt sie für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement. Laudatoren waren der Vorsitzende des Schwäbischen Albvereins Zainingen, Steffen Griesinger, der stellvertretende Römersteiner Bürgermeister Sven Probst sowie der Bundestagsabgeordnete Michael Donth.

Steffen Griesinger erinnerte zunächst an all jene Projekte und Stationen, bei denen sich Gisela Wörz während der vergangenen 30 Jahren sowohl beim Albverein als auch in der Gemeinde Römerstein voller Freude und Einsatzbereitschaft eingebracht hat.

Vor drei Jahrzehnten hatte der Ehrenvorsitzende des Albvereins, Christian Beck, die Idee, Gisela Wörz als Dirigentin für das Akkordeonorchester zu gewinnen. Trotz mancher Hürden in eigenen Vereinsreihen, hielt er an seinem Wunsch unbeirrt fest. Diese Hartnäckigkeit sollte sich auszahlen, schließlich, so Griesinger, setzte sich Gisela Wörz unermüdlich fürs Akkordeonorchester ein, sei es als Dirigentin, als Lehrerin im Einzelunterricht, als Organisatorin, Ideengeberin und Macherin an vorderster Front. Ihr sei es eine Herzensangelegenheit, für jeden einen Zugang zur Musik zu schaffen. Deshalb gründete sie für diejenigen, die nicht mehr die Zeit haben, jede Woche zu den Proben zu kommen, vor 16 Jahren die Oldies und seit nunmehr 13 Jahren betreut sie die musikalische Früherziehung und den Musikgarten.

Sie setzte sich außerdem nachdrücklich dafür ein, dass das Orchester an Wertungsspielen teilnehmen darf, obwohl die Zaininger nicht Mitglied im Deutschen Harmonikaverband sind. Hier gilt zu erwähnen, dass das Orchester auf sehr hohem Niveau spielt und dies immer wieder unter Beweis stellt.

Überdies organisierte Gisela Wörz Skifreizeiten, genoss jedoch nicht die schönen Pisten, sondern stand auch in der Küche, um Maultaschen für die hungrigen Sportler zu kochen, wie Sven Probst in seiner Laudatio erläuterte. Konzertreisen plant sie bis ins letzte Detail und organisiert sie perfekt: Von der Fahrt bis hin zu den Unterkünften. Eine Herzensangelegenheit sei ihr außerdem die Kooperation mit dem Orchester aus dem italienischen Cannero Riviera. Seit der Albverein wieder eine Volkstanzgruppe hat, ist es für sie selbstverständlich, diese persönlich und live während Proben und Auftritten zu begleiten. Allein dies alles, was sie für den Albverein, für das Orchester und somit für die Gemeinde leistet, stünde ihr schon die Landesehrennadel zu, sagten die Laudatoren.

Der Bundestagsabgeordneter Michael Donth betonte, dass Gisela Wörz Engagement für die Allgemeinheit hier keineswegs ende. Gisela Wörz engagierte sich auch im Gemeinderat, liebte die kleinen oder ab und zu auch größeren Dispute. Zudem ist sie ehrenamtlich als Schöffin am Amtsgericht in Reutlingen tätig. „Es ehre sie besonders, nicht mit Ideen zu kommen, die dann andere umsetzen sollen, sondern dass sie selbst anpackt“, betonte Donth. Unerschütterliche Einsatzbereitschaft, Mut, Optimismus, Hilfsbereitschaft, Humor und absolute Verlässlichkeit“, seien Charakterzüge, die Gisela Wörz kennzeichneten. Besonders stolz machte es Michael Donth, als er noch als Römersteins Bürgermeister im Kreistag angesprochen wurde, wie es ihm gelungen sei, die Württembergische Philharmonie Reutlinger auf die Alb zu bekommen. Stolz antwortet er: „Wir haben halt unsere Gisela Wörz, die macht das schon.“ Strahlend nahm Gisela Wörz anschließend die Urkunde und die Landesehrennadel aus den Händen von Sven Probst und Michael Donth entgegen. Die Feier wurde musikalisch von Cathrin Rauscher mit ihren jugendlichen Spielern sowie von Igor Omelchuk umrahmt.

Zum Schluss der Feierstunde ergriff Gisela Wörz selbst das Wort. In erster Linie dankte sie ihrem Mann Manfred. Dieser habe zu Hause oftmals statt einer liebenden Ehefrau lediglich einen Zettel in Telegrammstil vorgefunden, auf dem der restliche Tagesablauf sowie Informationen zu seinem Mittagessen zu finden waren.

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