Kommentar: Harte Fronten

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Holz, Holz und nochmals Holz. Nicht nur Spaziergängern, auch Autofahrern fällt auf, welche Mengen an Brennmaterial sich auf den Wiesen rund um Dettingen stapeln. Manche mag das stören. Andere nicht. Positiv ist, dass die Energiewende langsam im Alltag ankommt und immer mehr Haushalte mit Brennholz heizen.

Leider wird in Dettingen nun eine Sache zum Problem, über die andernorts oft gar nicht diskutiert wird: das Lagern von Holz. Wegen ihrer Tallage ist die Ermsgemeinde eingeschränkt, was Flächen angeht. Entwicklungsmöglichkeiten sind rar - im Gegensatz zu denen in mancher Albgemeinde, wo der Platz am Ortsrand üppig bemessen ist. Verständlich, dass die Verantwortlichen bei der Gemeindeverwaltung diese Situation im Blick haben. Sie wollen jetzt die großen Holzlager einschränken. Rechtlich berufen sich die Rathaus-Vorderen auf die Landesbauordnung, die im Außenbereich nicht mehr als 30 Festmeter für angemessen hält. Ferner auf die Aussagen des Ordnungsdezernenten beim Landkreis: Wer Holz aus umliegenden Wäldern mit Lastern zufahren lässt, dieses in Dettingen aufbereitet und über die Gemeindegrenzen hinaus verkauft, sei als Gewerbetreibender zu beurteilen, erklärt Dr. Claudius Müller.

Ungeachtet dessen: Es ist auch sehr wohl verständlich, dass mancher Holzhändler um sein Zubrot fürchtet - und nun seinen Unmut kundtut. Dass die Gemeinde nach einem Platz zumindest für kleinere Gewerbetreibende sucht, ist richtig.

Doch egal, wie der Brennholzstreit auch endet: Noch ist es nicht zu spät für Holzverarbeiter und Verantwortliche der Verwaltung, sich an einen Tisch zu setzen. Momentan sind die Fronten verhärtet. Im Gespräch kann manches geklärt - und vielleicht ein Rechtsstreit vermieden werden.

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