Klatschen, ratschen, feste feiern

Zwei Tage lang Blasmusik vom Feinsten gab es in der Rietenlauhalle. Viele Gäste ließen sich das nicht entgehen.

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Das Erfolgsprinzip ist eigentlich ganz einfach: „Blasmusik und Blasmusik gehören zusammen“, erklärt Andreas Länge, Vorstandsmitglied des Musikvereins Hülben. Zwei Jahre hatte er im Rahmen seines Herbstfestes den Samstag als Veranstaltungsabend ausfallen lassen und im vergangenen Jahr dann einen Kabarettisten mit nicht ganz so durchschlagendem Erfolg verpflichtet. „Jetzt sind wir wieder zu unseren Wurzeln zurückgekehrt und bieten das, was wir auch können“, meint er mit Blick auf die „Scherzachtaler“.

Samstag war gut besucht

Die Amateur-Musiker aus dem Ravensburger Raum bieten traditionelle Blasmusik vom Feinsten auf Profiniveau, dafür verantwortlich zeichnet Anton Gälle. Ein unkonventionell agierender Dirigent, einer der mit den Noten regelrecht tanzt und seine Musiker zu Höchstleistungen anspornt: „Von ihnen können wir noch viel lernen“, gibt Andreas Länge zu und ist von dem Auftritt ebenso begeistert wie das Publikum. „Der Samstag ist wieder gut besucht“, sagt Länge zufrieden, auch wenn es etwas brauchte bis die Stimmung in der Rietenlauhalle Festzelt-Niveau erreicht. „Ihr hockt da wie in der Kirche, bleibt doch locker“, forderte der Moderator auf. „Ihr dürft gerne klatschen, ratschen und euch bewegen.“ Letztlich wurde es doch eine lange Nacht, denn Dirigent Anton Gälle und ein Hülbener Musikvereins-Aktiver feierten um Mitternacht Geburtstag.

Für einige Helfer war’s indessen eine kurze Nacht: Um 7.30 Uhr mussten die ersten ihren ehrenamtlichen Dienst antreten. „Bei uns ist nämlich alles hausgemacht“, unterstreicht Länge nicht ohne Stolz – Salate, Schnitzel oder auch Wurstsalat und Kuchen: Bei den Hülbenern kommen keine Fertigprodukte auf den Tisch. Ein Konzept, das honoriert wird: Gestern strömten die Gäste bei idealem Ausflugswetter aus nah und fern regelrecht in die Rietenlauhalle. Unterhalten wurden sie von den Musikvereinen aus Beuren und Feldstetten.

Vor Ort aktiv waren auch zahlreiche Musiker aus Bad Urach, ihre Instrumente hatten sie jedoch zu Hause gelassen: Sie unterstützten die Hülbener gestern bei der Bewirtung. Ein „Gegenschaffen“ sozusagen: Der Musikverein Hülben hatte den Kurstädtern beim diesjährigen Stadtjubiläum am Freitag die Bewirtung abgenommen, als die Gastgeber bei der Stadtsymphonie selbst auf der Bühne gestanden hatten – auch so lassen sich Kontakte pflegen und musikalische Freundschaften vertiefen. Kirsten Oechsner

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