Kinder kämpfen um Hockey-Krone

Sechs Teams kämpften gestern in Riederich um die Hockey-Krone der Grundschulen. Dabei ging es hoch her - sowohl auf dem Spielfeld wie daneben.

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    Ein Riedericher, drei Reutlinger und zwei Tübinger Hockey-Teams traten beim RP-Finale gegeneinander an. Fotos: Norbert Leister
  • Alles dreht sich um den kleinen Ball: Spannende Duelle auf dem Feld gehören dazu. 2/2
    Alles dreht sich um den kleinen Ball: Spannende Duelle auf dem Feld gehören dazu.
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"Jawoll, renn, den kriegst du noch, schieß - jaaaaa." So lauteten die Anfeuerungsrufe für die Hockeymannschaften, die am gestrigen Vormittag in Riederich in unglaublichem Tempo dem Ball hinterher jagten. "Die Kinder pfeifen hier teilweise aus dem letzten Loch", betonte die Elternbeiratsvorsitzende Katrin Hauser-Lorenz. Bei der Größe der Halle sei das auch kein Wunder, wenn sie eine Viertelstunde lang rauf und runter rannten. Am Rande des Spielfelds engagierten sich hingegen vor allem Eltern, Trainer, Lehrer wie auch die gegnerischen Spielerinnen und Spieler, die gerade nicht dem Ball hinterher fegten.

Erschwert wurde das Tore-Schießen bei diesem Turnier allerdings durch einen kleinen Kasten, der in der Mitte des Tores stand. Warum? Weil so ein Handball- beziehungsweise Hockey-Tor für Grundschüler enorm groß ist. "Und weil die Kinder ohne Torwart spielen", erläuterte Hauser-Lorenz als Vorsitzende des Elternbeirates der Riedericher Schule am Rande des Spielfelds.

Klar sei eigentlich von vornherein gewesen, dass die Hockey-Hochburg Riederich nicht nur als Austragungsort für dieses Turnier in Frage kam, sondern dass mindestens auch ein eigenes Grundschul-Team gestellt werden musste. Gereicht hätte es mit zwölf Spielerinnen und Spielern ja fast für zwei Mannschaften. "Aber das wäre zu knapp gewesen, wenn sich da einer verletzen würde, hätte die Mannschaft keinen Auswechselspieler mehr gehabt", so Hauser-Lorenz.

Also blieb es bei einem einzigen Riedericher Team - drei weitere kamen aus Reutlingen und zwei aus Tübingen. Weil es sich hier um ein Finale des Regierungspräsidiums (RP) handelte, hätte man doch eigentlich mit mehr Teams rechnen können, oder? "Wir sind ja schon froh, dass sechs Mannschaften gekommen sind", betonte Steffi Grauer, Lehrerin am Metzinger Gymnasium und gleichzeitig RP-Beauftragte für Grundschul-Hockey.

"Solche Turniere sind ein bisschen am Aussterben", betonte Grauer. Aber das gelte nicht allein für Hockey, sondern auch für andere Sportarten. "Die Zahlen gehen überall nach unten", so die RP-Beauftragte.

Wichtig sei es deshalb, dass die Kids überhaupt teilnehmen. Mit den Regeln sehe man es hier bei den Grundschulen denn nicht ganz so eng. Weil nämlich eine Tübinger Mannschaft wegen Verletzungspech mit nur fünf Spielern angereist war, traten die gegnerischen Teams dann ebenfalls mit der gleichen Anzahl Spieler auf das Feld. "Würden wir strikt nach den Regeln vorgehen, wären wohl drei Teams erst gar nicht gekommen", so Grauer.

Gewonnen hat übrigens am gestrigen Dienstag - die Riedericher Mixed-Mannschaft nach einem spannenden Finale mit 3:2 gegen die Jungen der Reutlinger Eduard-Spranger-Schule. Weiter geht es für die Sieger, die Zweit- und Drittplatzierten nach dem jetzigen Erfolg allerdings nicht, ein Landesfinale ist bei den Grundschulen nicht vorgesehen. Im Gegensatz zu den weiterführenden Schulen, wo Teams sich bis zum Bundessieg durchkämpfen können. Die Riedericher Mannschaft war übrigens als einziges Mixed-Team angetreten, spielte aber in der Gruppe der Jungen mit - "und hat da kein Spiel verloren", betonte Christian Schappert, der als sportlicher Leiter der Abteilung Hockey beim TSV Riederich gestern auch als Schiedsrichter mitmischte. "Dass bei uns die Organisation und Durchführung so reibungslos ineinander greift, ist einigen freiwilligen Helfern zu verdanken", betonte Riederichs Grundschul-Rektorin Isabel Heisig.

So etwa diejenigen vom Elternbeirat, die für die Bewirtung sorgten. "Dank gilt aber auch unserer Rektorin, die sofort zugesagt hatte, dass wir die Halle für das RP-Finale haben können", betonte Hauser-Lorenz. Alles in allem also eine runde Sache? Keine Frage - die Blicke der engagierten Helfer waren jedoch schon wieder gebannt auf das Spielfeld gerichtet.

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