Keramik, Krippen, Klöppelspitze: Künstler zeigen ihre Werke

Von einer Ausstellung auf dem Professor-Schwenkel-Platz zum Feuerwehr-Hock oder auch anders herum: In der Hülbener Ortsmitte war am gestrigen Sonntag viel geboten - kulinarisch wie kunsthandwerklich.

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  • Der Schwenkel-Platz wandelte sich gestern zum Freiluftatelier. Fotos: Kirsten Oechsner 1/2
    Der Schwenkel-Platz wandelte sich gestern zum Freiluftatelier. Fotos: Kirsten Oechsner
  • Die Feuerwehr lud zum Hock ans Gerätehaus. 2/2
    Die Feuerwehr lud zum Hock ans Gerätehaus.
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Dass Hülben als Klöppel-Hochburg auf der Schwäbischen Alb gilt, ist bekannt und dementsprechend waren gestern auch Vertreterinnen dieser filigranen Technik bei der ersten Kunsthandwerk-Ausstellung auf dem Professor-Schwenkel-Platz vertreten. Doch in der Gemeinde sind noch viel mehr Bürger zum Teil im verborgenen aktiv und pflegen ihre kreativen Hobbys: Da gab es einen Bleigießer, dessen Miniatur-Soldaten vor allem bei den Männern auf Begeisterung stießen. Ebenso vertreten waren Herstellerinnen von Schmuck oder Webarbeiten. Es wurde mit Holz gewerkelt, wobei Unterstützung seitens der Besucher ausdrücklich erwünscht war. Außerdem wurde gezeigt, wie Mini-Rosen für etwas größere Keramik-Skulpturen hergestellt werden. An einem Stand gabs Gelenköl und noch mehr Gesundes, wie zum Beispiel mit Albkräutern gemischtes Himalaya-Salz.

Am nächsten Stand konnte man sich mit dem Gedanken anfreunden, dass Weihnachten auch bald wieder kommt: Es gab eine Auswahl an selbst hergestellten Krippen. Und auch die Malerei kam nicht zu kurz.

22 Aussteller hatte der Runde Tisch "Ortsmitte" für die Premieren-Ausstellung gewinnen können und damit für eine bunte Angebots-Palette gesorgt, wobei den Organisatoren vor allem eines wichtig war: "Wir wollten zeigen, dass der Platz nutzbar ist und man auf ihm durchaus etwas machen kann", erklärt Antje Landgraf. Und so flanierten die Hülbener und viele Gäste von außerhalb, die sich zum Teil bei der Durchfahrt durch den Ort zu einem Besuch animieren ließen, über einen kleinen und feinen Kunsthandwerker-Markt. Ziel der Veranstaltung war es aber auch, unterschiedliche Interessengruppen zusammenzubringen: So konnten die kleinen Gäste bei einer Aktion der Jugendwerkstatt überdimensionale Schnecken bemalen, die später im Ort aufgestellt werden sollen.

Aktive Backhaus-Nutzer demonstrierten, wie man die dafür notwendigen Büschele bindet und nicht zuletzt erwies sich die Möglichkeit, die sonst nicht zugängliche Villa zu besuchen, als absoluter Besuchermagnet. Der Andrang war groß, die Listen schnell gefüllt - nur 15 Personen konnten gleichzeitig daran teilnehmen.

Die Ausstellung kam an, der Besucherstrom versiegte nie. Dabei war die Veranstaltung noch auf der Kippe gestanden, als es gegen 6 Uhr morgens zu regnen begonnen hatte: "Wir haben uns um 8 Uhr hier vor Ort zur Krisensitzung getroffen", beschreibt Antje Landgraf die angespannte Situation. Gemeinsam entschieden sich die Bürgerschaftlich Engagierten vom Runden Tisch, die Veranstaltung durchzuziehen - bei letztlich gutem Wetter. Aber, so Antje Landgraf: "Die Stände sind so aufgebaut, dass man sie schnell hätte zusammenräumen können." Schauen und staunen über Kunsthandwerk auf dem belebtem Platz in der Ortsmitte, schlemmen und genießen im Feuerwehrmagazin: Dort veranstaltete die Feuerwehr ihren traditionellen Hock, der ebenfalls bestens besucht war. In und vor der Fahrzeughalle war zu Spitzenzeiten kaum noch ein Platz frei, kein Wunder bei der umfangreichen Speisenkarte: Hähnchen gabs ebenso wie Rote und Schnitzel, aber auch Curry-Wurst und Wilde Kartoffeln sowie zum ersten Mal Gyros.

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