Jungbrunnen für Böhringen

Böhringen kann schöner werden. Darüber sind sich alle Römersteiner Gemeinderäte einig. Wie allerdings mit dem Sanierungsgebiet "Ortsmitte II" zu verfahren ist, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen.

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Das blau umrundete zweite Sanierungsgebiet in Böhringen umfasst 5,23 Hektar. Grafik: Reik Infrastruktur GmbH

Über das Ziel der Ortskernsanierung in Böhringen, die Dorfmitte in vielerlei Hinsicht aufzuwerten, gibt es keine zwei Meinungen - auch nicht im Römersteiner Gemeinderat. Über den Weg dorthin und über die Definition "Ortsmitte" allerdings durchaus.

So waren in einer Vorab-Untersuchung die Anwohner und Hauseigentümer in Böhringen auf einer Fläche von 17,2 Hektar befragt worden, als tatsächliches Sanierungsgebiet, in dem mit Fördergeldern gerechnet werden darf, wurde dem Gemeinderat nun lediglich eine Fläche von 5,23 Hektar vorgeschlagen.

"Wir können das doch nicht einfach so beschließen, zuerst müssen die Bürger nochmals darüber informiert und gehört werden", befand Karl-Heinz Götz und fand Unterstützer in Markus Class und Walter Loser. Nach einiger Diskussion und Erläuterungen von Albrecht Reuß von der Reik Infrastruktur GmbH stimmte das Gremium dann doch für den Vorschlag der Fachingenieure. "Die Umfrage hat im jetzt gewählten Sanierungsgebiet einen Zuschussbedarf von 1,5 Millionen Euro ergeben, gut 1,1 Millionen sind vom Land aber nur bewilligt. Es würde also keinen Sinn machen, das Gebiet noch größer zu fassen", erklärte Reuß. Man habe sich zudem für Bereiche entschieden, wo laut Befragung eine überproportional hohe Investitionsbereitschaft der Anwohner bestehe.

Details zur Umfrage erläuterte Sindy Bieler von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH. So seien fehlende öffentliche Parkplätze, unattraktive Straßen- und Freiräume oder auch die Bausubstanz einiger Gebäude bemängelt worden. Bis zu 25 000 Euro an Zuschuss können Bauherren erwarten, wenn sie Sanierungsziele Barrierefreiheit, energetische Verbesserung und Grundstücksregulierung erreichen. Wer in ein denkmalgeschütztes Haus investiert, kann gar bis zu 35000 Euro bekommen.

"Beim Land gab es für das Sanierungsprogramm auch deswegen zu Zusage, weil hier mit dem Aspekt Bioenergiedorf gepunktet werden konnte", sagte Albrecht Reuß mit Blick auf den angedachten Anschluss an das Netz der NER.

Nun gilt es, im Sanierungsgebiet die Werbetrommel zu rühren, um möglichst viele Haus- und Grundstückseigentümer zu Investitionen bewegen zu können.

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