Im Slalom um die Schauer

Das fehlende Frühlingswetter machte es der Fliegergruppe Grabenstetten bisher schwer, in der Segelflug Bundesliga zu punkten. Dennoch gelang es am Wochenende, dem Tabellenkeller zu entkommen.

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Auch für das vergangene Wochenende sah es für die Fliegergruppe zunächst schlecht aus: Der Deutsche Wetterdienst verkündete kaum nutzbare Thermik. Aber nachdem es in dieser Saison schon mehrere Aussetzer wegen schlechten Wetters gegeben hatte, durften sich die Flieger keinen Patzer erlauben. Zwei unerschrockene Piloten ließen sich nicht von der schlechten Prognose aufhalten und versuchten ihr Glück. Der junge Lenninger Felix Bächle flog zwischen den Regenschauern über die westliche Schwäbische Alb, musste sich jedoch bereits nach 80 Kilometern und einer Stunde Flugzeit dem Wetter geschlagen geben. Er konnte nur mit Hilfe eines im Segelflugzeug eingebauten Hilfsmotors wieder nach Grabenstetten zurückkehren. Sein Flug gelangte damit nicht in die Wertung, denn ein gültiger Wertungsflug für die Bundesliga muss mindestens zweieinhalb Stunden dauern und eine mittlere Geschwindigkeit über 40 Stundenkilometer aufweisen. Erfolgreicher war der erfahrene Streckenflieger Jürgen Theiss: Er trotzte den zahlreichen Regenschauern und bahnte sich einen Weg in Richtung Südwesten. Bei Villingen-Schwennigen riss er das Steuer herum und flog zurück Richtung Heimat. Dabei musste er immer wieder kräftigen Regenschauern ausweichen, die ihm den Weg versperrten. Mit 78 Stundenkilometern eroberte Theiss im Alleingang den 13. Rundenplatz und einige wertvolle Punkte für die Fliegergruppe Grabenstetten. Damit klettert Grabenstetten in der Gesamtwertung um drei Plätze nach oben auf Rang 20 und ist dem Tabellenkeller vorerst entkommen. Die vorderen Plätze holten sich diesmal Vereine aus Hessen und Rheinland-Pfalz, die Fliegergruppe Blaubeuren schaffte Platz vier.

Sehr erfreulich war die vergangene Woche auch für den 16-jährigen Henrik Theiss, den Sohn des erfolgreichen Streckenpiloten: Der Flugschüler unternahm seinen ersten Überlandflug im einsitzigen Segelflugzeug. Zum ersten Mal ohne Fluglehrer auf Strecke unterwegs kam er bis zum Flugplatz Aalen-Elchingen, wo er sicher landete. Damit hat er die größte Hürde auf dem Weg zum Pilotenschein genommen. Nun trennt ihn nur noch die praktische Flugprüfung mit einem Prüfer auf dem Rücksitz vom lange ersehnten Segelflugschein.

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