Heftige Schauer statt rasante Flüge

Am Wochenende standen die Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten bereit, um in die Segelflug-Bundesliga 2016 zu starten. Einzig das schlechte Wetter machte den Fliegern einen Strich durch die Rechnung.

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Sie haben alles getan, um auf den Start in die Segeflug-Bundesliga vorbereitet zu sein: In mühevoller Kleinarbeit wurden den Winter über die Flugzeuge in Schuss gebracht, der Lack poliert und die Steuerung geschmiert, damit zum Liga-Start am dritten Aprilwochenende alles fertig zum Abheben ist. Eine Gruppe von acht Piloten hat die Saison bereits im März in den südfranzösischen Alpen begonnen, um gut trainiert in die Bundesliga zu starten. Stattdessen brachte Runde eins massig Regen auf der Alb. An schnelle Segelflüge war nicht zu denken. "Das kennen wir ja schon", sagt Patrick Kutschat, stellvertretender Vorsitzender der Fliegergruppe und engagierter Langstreckenpilot, und spielt darauf an, dass zwei der letzten vier Jahre mit einer Nullrunde für Grabenstetten begonnen haben. "Daran haben wir uns mittlerweile fast schon gewöhnt. Wir bleiben optimistisch", so Kutschat.

Bis Ende August haben die Flieger von der Vorderen Alb an jedem Wochenende die Gelegenheit, sich mit 29 anderen Vereinen aus ganz Deutschland in der zweiten Segelflug-Bundesliga zu messen. Was die Schwäbische Alb betrifft, so gab es ordentlich Bewegung in der Liga: Mit der Fliegergruppe Dettingen/Teck und dem FSV Laichingen sind zwei Nachbarvereine in die erste Liga aufgestiegen. Die Flieger aus Albstadt-Degerfeld und Ravensburg hingegen mussten die zweite Liga nach unten verlassen und fliegen jetzt in der Landesliga.

In dieser Saison kommen neun der dreißig Zweitligisten aus Baden-Württemberg. Unter anderem sind die Vereine aus Esslingen, Tübingen, Gerstetten und Ulm vertreten. Spannende Alb-Derbys wird es also auch in diesem Jahr wieder geben. Ganz ohne Motorkraft müssen die Piloten versuchen, die natürlichen Aufwinde, die das Wetter ihnen bietet, bestmöglich zu nutzen. An jedem Wochenende werden die Durchschnitts-Geschwindigkeiten der drei schnellsten Piloten eines Vereins addiert und mit Punkten für die Liga-Wertung belohnt.

Rasant in die Liga-Saison starteten die Piloten im Norden und Westen der Republik. Der Rundensieg ging an den LSV Gifhorn (bei Wolfsburg). Über der Lüneburger Heide schafften die Niedersachsen, wovon die Schwaben nur träumen konnten: Geschwindigkeiten von bis zu 116 Stundenkilometern. Die Schwaben hoffen indes aufs kommende Wochenende, mit schnellen Flügen Punkte zu holen.

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