Grünes Licht für Umbau der Zaininger Halle

Die Sanierung der Zaininger Turn- und Festhalle beginnt noch dieses Jahr. Der Gemeinderat stimmte mehrheitlich dafür, die ersten Arbeiten auszuschreiben, begonnen wird mit der Fassade.

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Als der Gemeinderat über den Haushaltsplan 2013 beraten hat, ging es vor allem um zwei Großprojekte, die die Kommune dieses Jahr stemmen will: den Bau des neuen Kindergartens in Böhringen sowie die Sanierung der Turn- und Festhalle in Zainingen. Die Entscheidung, ob tatsächlich beide Projekte angepackt werden, wollte der Gemeinderat von Fördermitteln abhängig machen, die die Kommune beim Land für den Kindergartenneubau beantragt hat. Bürgermeister Michael Donth sprach deswegen von einem Haushalt mit Reißleine, da die Gemeinde die Pläne für beide Projekte vorantreiben könne, ohne in Zugzwang zu geraten, beide parallel umsetzen zu müssen.

Im Mai stellte Architekt Hans Weible den Gemeinderäten seinen Entwurf für die Zaininger Hallensanierung vor. Damals entschied der Rat mehrheitlich, die ersten Ausschreibungen auf den Weg zu bringen. Er tat dies im Glauben, über eine Reißleine zu verfügen, also im Notfall von der Ausschreibung zurücktreten zu könne, ohne dass der Gemeinde daraus finanzielle Nachteile erwachsen. Dieser Weg ist nun allerdings verbaut. Zunächst habe die Rechtsaufsichtsbehörde des Landratsamtes keine Probleme in Sachen Reißleine gesehen, wie Bürgermeister Michael Donth am Donnerstag im Gemeinderat erklärte. Eine erneute Prüfung habe allerdings zu einem anderen Ergebnis geführt. Weil die Gemeinde bereits Haushaltsmittel für die Zaininger Halle (in diesem Jahr insgesamt 600 000 Euro) eingestellt hat, kann sie nicht einfach von einer erfolgten Ausschreibung Abstand nehmen.

Nachdem außerdem der Kindergartenneubau teurer wird als gedacht, im Gespräch sind rund 250 000 Euro mehr als veranschlagt, diskutierte der Gemeinderat nochmals über eine mögliche Verschiebung des Zaininger Hallenprojekts. Zumal Architekt Hans Weible auf einen Beschluss drängte. Dieser müsse, so Weible, definitiv in der Sitzung fallen, nur so sei es möglich, die ersten Arbeiten noch vor der Sommerpause auszuschreiben, damit die Handwerker spätestens Anfang September loslegen können. Von einem Baubeginn im Oktober hält Hans Weible nichts, weil zunächst Arbeiten an der Fassade und an den Fenstern anstehen. Diese kurz vor dem Winter anzupacken, sei sinnlos.

Bürgermeister Michael Donth stellte am Donnerstag klar, dass er keinen Grund sieht, die Arbeiten an der Festhalle zu verschieben, eine Meinung, die auch Kämmerer Dieter Haubensack vertrete. Finanziell könne die Gemeinde beide Projekte stemmen. Gleichzeitig, so Donth, rechne er fest mit Geld vom Land für den Kindergarten.

Ursel Dieterle und Walter Loser mochten seinen Argumenten nicht folgen. Sie sprachen sich dafür aus, die Hallensanierung erst 2014 anzupacken. Karl-Heinz Götz wies darauf hin, dass der Gemeinderat mit einem Ausschreibungsbeschluss zu diesem Zeitpunkt seine bisherigen Linie verlasse: "Damit tue ich mich schwer." Zainingens Ortsvorsteher Günther Klingler wollte von einer Verschiebung nichts wissen. Im Haushalt sei das Geld bereitgestellt, dann könne es die Gemeinde auch ausgeben. "Fassade und Fenster gehören vor dem Winter gemacht." Bei zwei Gegenstimmen (Ursel Dieterle, Walter Loser) und einer Enthaltung (Karl-Heinz Götz) stimmte der Gemeinderat mehrheitlich für die Ausschreibung vor der Sommerpause, ab Herbst wird die Halle dann saniert.

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