Gemeinde legt aktualisierten Entwicklungsplan vor

Kommunen stehen vor Strukturveränderungen. Deshalb ist es wichtig, Ziele zu stecken und Entwicklungen bereits im Vorfeld zu steuern. Zum Beispiel mit einem Gemeindeentwicklungsplan.

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Neue Akzente für die Zukunft setzen: Die Gemeinde Grafenberg hat ihren Entwicklungsplan fortgeschrieben. Foto: Thomas Kiehl

Zwischen den wachsenden Städten Metzingen und Nürtingen gelegen, sucht Grafenberg nach einem eigenen Profil. Die Kommune will vor allem neue Einwohner anlocken und zu diesem Zweck mit ihren Pfunden wuchern wie zum Beispiel mit Kinderbetreuungsangeboten. Grafenberg hat jetzt den Gemeindeentwicklungsplan fortgeschrieben. "Eine Gemeinde ist nie fertig", schreibt Bürgermeister Holger Dembek in seinem Vorwort.

Der Plan soll als Leitfaden und Richtschnur die Verantwortungsträger und Bürger durch die kommenden zehn Jahre führen. Der alte Plan ist ebenfalls ein Jahrzehnt alt, inzwischen hat sich jedoch vieles verändert und Neues muss mit in den Plan eingebracht werden.

In der Tat steht Grafenberg vor großen Herausforderungen. Da sind zum einen die angespannten Haushalte der Kommunen, da ist zum anderen die Strukturveränderung in der Nahversorgung. Wie in kaum einem anderen Ort in der Region Neckar-Alb steht oder fällt die Zukunft der Kommune mit dem raschen Baubeginn der Ortsumgehung. Denn erst dann kann die Ortsmitte entwickelt und eventuell neue Geschäfte angesiedelt werden. Grafenberg wird in diesem Jahr das Landessanierungsprogramm "Nördlicher Ortsteil", das vor zehn Jahren begann, abschließen. Eines der großen Projekte, an den die Gemeinde einen Haken machen kann. Ebenfalls erfüllt hat Grafenberg die Vorgaben bei der Ganztagesbetreuung und zudem eine Tiger-Gruppe eingerichtet. Die Ortsstraßen wurden saniert, der Bereich rund um die Rienzbühlhalle ist mit Nahwärme versorgt, die Buslinie nach Nürtingen wurde in den VVS-Verbund mit aufgenommen. Manches, was noch im alten Leitplan stand, ist inzwischen überholt. So wurde beispielsweise der Hauptschulverband aufgelöst und auch die einst angestrebte Ausweisung Grafenbergs als Kleinzentrum wurde bekanntlich abgelehnt.

Mit der Fortschreibung des Plans schlägt Grafenberg auch neue Kapitel auf. So werden die Energieversorgung und der Klimaschutz unter dem Thema "Neue Energiewelt" in die Leitbilder aufgenommen. Ebenso finden das schnelle Internet und das kommunale Glasfasernetz ihren Niederschlag. Aus gutem Grund, denn der Ausbau dieses Bereichs ist ein enormer Standortvorteil für die Gemeinde.

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