Gemeinde kann sich nicht viel leisten Verhaltener Haushalt 2014 - Negative Zuführungsrate - Sanierung Schulturnhalle erst 2015

2014 wird für die Gemeinde Bempflingen ein finanziell schwieriges Jahr. Sparen ist deshalb angesagt. Das geht aus dem Haushaltsentwurf hervor, der dem Gemeinderat jetzt vorgelegt wurde.

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Bempflingen kann auch im kommenden Jahr keine großen Sprünge machen. Foto: SWP-Archiv

"2014 wird finanziell schwer. Die Rücklagen aus diesem Jahr müssen wir wieder investieren", so das Fazit von Bürgermeister Bernd Welser bei der Haushaltseinbringung 2014 mit einem Volumen von knapp 9,3 Millionen Euro im Gemeinderat.

Beide Gemeinderatsfraktionen haben nun Zeit für die interne Beratung und können ihre Anträge zum Haushaltsentwurf bis 20. Januar an die Verwaltung stellen. Die wird die Anträge und deren finanzielle Auswirken zusammenfassen und dem Gremium in der Sitzung am 17. Februar zur Beschlussfassung vorlegen. Die endgültige Verabschiedung soll dann in der Sitzung am 10. März erfolgen.

Klare Linie ist, dass nur die Maßnahmen durchgeführt werden, die schon lange vorbereitet sind wie zum Beispiel die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses und des Kindergarten- und Wohngebäudes auf Mauern. Die Kommune will keine neuen Kredite aufnehmen. Der Schuldenstand der Gemeinde wird dann zum Jahresende 2014 voraussichtlich 800 000 Euro betragen, das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 240 Euro.

Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 7,5 Millionen Euro. Das Volumen liegt lediglich um rund 2,5 Prozent über dem Vorjahr, sagte Kämmerin Tanja Galesky. Diese normale Steigerung höre sich allerdings besser an als sie tatsächlich sei, fügte sie hinzu, denn es wirke sich das gute Rechnungsergebnis für 2012 jetzt mit entsprechend erhöhten Umlagen von 471 000 Euro aus. Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer um 150 000 Euro und ein gestiegener Anteil an der Einkommensteuer können die um 180 000 Euro geringeren Zuweisungen aus dem Finanzausgleich des Landes kompensieren und ergeben ein Einnahmeplus von rund 35 000 Euro.

Nach einer Rückführungsrate von 455 000 Euro im letzten Jahr ergibt sich für den Haushalt 2014 eine Negativzuführung aus dem Vermögenshaushalt von knapp 180 000 Euro. "Dies war letztmalig 2005 der Fall", so Galesky. Sie kündigte an, dass die Wassergebühren angehoben werden müssen, denn die Bodenseewasserversorgung habe die Preise erhöht. Schon vor geraumer Zeit hatte der Gemeinderat beschlossen, die Sanierung der Duschen in der Schulturnhalle nicht 2014 vorzunehmen, so dass diese Maßnahme erst für 2015 eingeplant und Einzelheiten erst im nächsten Jahr beraten werden.

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