Gemeinde fördert Neupflanzungen

Der Gemeinderat Grafenberg hat eine Anpassung des Programms von 1992 zur Förderung des Streuobstbestandes beschlossen.

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Streuobstförderung ja - Mitgliedschaft im Streuobstparadies nein ist die die Devise des Grafenberger Gemeinderats, der jetzt das bereits seit 1992 existierende Programm zur Förderung des Streuobstbestandes aktualisiert hat. "Diese Förderung wurde bisher kaum beworben und dementsprechend auch nur selten in Anspruch genommen", erklärte Bürgermeisterin Annette Bauer. Das soll sich jetzt ändern. Nach intensiver Beratung im Ausschuss für Technik und Umwelt hat nun der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung einstimmig die Anpassung des Programms rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres beschlossen.

Es gibt einen einmaligen Zuschuss von bis zu 50 Prozent, höchstens jedoch 15 Euro pro neuem Baum für bis zu fünf hochstämmige Obstbäume pro Jahr und Grundstücksbesitzer beziehungsweise Pächter im Außenbereich. Dafür besteht die Verpflichtung, die Bäume auf Grafenberger Gemarkung zu pflanzen. Die Grundstückseigentümer oder Pächter können die jungen Bäume beim Handel kaufen und erhalten gegen Vorlage der Quittung den Zuschuss von der Gemeinde.

Die Fördersumme insgesamt soll 1000 Euro nicht übersteigen. Nicht gefördert werden die Anlage von monokulturell betriebenen Obstanlagen und die Anpflanzung nicht einheimischer Obstbäume. Da es mit dem Pflanzen allein keineswegs getan sei, wie einige Gemeinderäte ausdrücklich betonten, sondern die Probleme in der Pflege liegen, plant die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Streuobst künftig wieder Schnittkurse anzubieten. Die Kurse könnten finanziell gefördert werden, um Neupflanzungen und gleichzeitig auch den Bestand an Streuobst nachhaltig zu pflegen.

"Die Idee ist besser, als dem Verein beizutreten", so Manfred Knöll in Bezug auf das Nein des Gremiums zur Mitgliedschaft im Streuobstparadies und deutlichem Ja zur Förderung des Streuobstbestandes auf Grafenberger Gemarkung. "Konkretes Tun" ist auch das, was Thomas Vorwerk bevorzugt statt Vereinsmitgliedschaft. "Ich bin froh, dass wir dem Streuobstparadies nicht beigetreten sind", betonte er.

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