Gekonnt balancieren in den Pausen

Die Ausstattung des Schulhofes in Grafenberg hat sich vergrößert, das " grüne Klassenzimmer" wurde um diverse Spielgeräte erweitert. Die Jürgen-Brixner-Stiftung etwa finanzierte einen Balancierbalken.

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Im Herbst vergangenen Jahres kündigte die Rektorin der Grundschule, Anke Krohnke, im Gemeinderat an, dass der Schulhof um neue Spielgeräte auf dem Rasen, dem so genannten "grünen Klassenzimmer" erweitert werden solle und man sich um Sponsoren bemühen werde.

Die Gemeinde als Schulträger bezahlte eine "Affenschaukel", die Eltern sammelten Geld in verschiedenen Aktionen und kauften dafür beispielsweise "Dinosteine", das sind große Steine, auf denen man sitzen oder hin und her springen kann. Die Jürgen-Brixner-Stiftung spendete einen Balancierbalken mit Halteseil, der innerhalb von Hüpfpalisaden, Stelzenparcours und Dinosteinen steht und zu viel Bewegung in den Pausen motiviert.

Eltern und Viertklässler haben unter Leitung von Elternbeirätin Stefanie Zoppe die Schulgebäudewand kreativ bemalt und damit zum Blickfang im Schulhof gemacht. Jürgen Brixner und seine Frau konnten sich vor Ort überzeugen, wie gerne die Kinder sich in den Pausen bewegen und bekamen einen Einblick, was noch alles geplant ist oder auf der Wunschliste steht. Wie beispielsweise ein "Piratennetz", das ist eine Art Hängematte" oder etwas zum Klettern. Doch bevor die Grundschule Grafenberg mit etwas Glück vielleicht ein zweites Mal bedacht werden könnte, müssen erst mindestens zwölf Monate vergehen. Jede Einrichtung, die sich der Betreuung Minderjähriger widmet, kann jederzeit einen gut begründeten Antrag stellen, denn Jürgen Brixner und seiner Frau ist es ein Herzensanliegen dort zu helfen, wo der normale Etat nicht ausreicht. In den vergangenen Jahren wird die Ganztagsbetreuung in Kindertagesstätten und an Schulen gefordert und zwischenzeitlich auch flächendeckend angeboten. Allerdings verspricht die Politik Dinge, die sie finanziell nicht halten kann, so Brixner.

Und genau da beginnt die Hilfe der Jürgen-Brixner-Stiftung, nicht mit Riesensummen aber immer im Bereich von mehreren hundert Euro oder auch mal im vierstelligen Bereich.

Das ist abhängig vom Zinsertrag der Stiftung, Zinsen und Zustiftungen sowie den Anträgen auf Unterstützung. Die Grafenberger Spende war die 113. innerhalb von zehn Jahren. "Wir wissen, dass wir gegen ein dichtes Geflecht von Kinderhilfsprojekten antreten, aber wir wissen auch, dass die meisten Projekte für Kinder im Ausland organisiert werden und die großen Stiftungen einen enormen Verwaltungsaufwand haben", so Brixner, bei dessen im Jahr 2004 gegründeten Stiftung keinerlei Verwaltungskosten anfallen. Alle Vorstands- und Beiratsmitglieder arbeiten ehrenamtlich.

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