Fulminante Flüge am Vatertag

Der Himmelfahrtstag ließ das lange Wochenende für die Albflieger mit einem Paukenschlag beginnen: Erneut konnten acht Piloten über 600 Kilometer zurücklegen, vier schafften es sogar über die 700 hinaus.

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Wie schon am Sonntag der Vorwoche gelang es den Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten an Himmelfahrt den Thüringer Wald, das Fichtelgebirge und die Oberpfalz mit rasanten Geschwindigkeiten zu durchfliegen.

Für die Bundesliga-Wertung zählten diese Flüge aber leider nicht: Die Segelflug-Bundesliga wird nur samstags und sonntags ausgetragen. So musste man also am Samstag wieder von vorn beginnen. Mittlerweile war es deutlich wärmer geworden, was den Flug in großen Höhen zunächst einmal angenehmer gestaltete als noch am Donnerstag. Aber Segelflieger sind wirklich schwer zufrieden zu stellen: Die thermischen Aufwinde in warmen Luftmassen empfinden sie oft als unangenehmer als die in kalten. Es gibt mehr Turbulenz, die Flugzeuge werden ordentlich durchgeschüttelt und es fällt den Piloten schwer, in einem Aufwind genügend Höhe zum Weiterflug zu gewinnen. "Ich war immer mal wieder tief unten und musste eine viertel Stunde oder mehr aufwenden, nur um wieder irgendwie hoch zu kommen", kommentiert der Grabenstetter Pilot Robert Häußler seinen Flug vom Samstag. Das bremste ihn ordentlich aus und reduzierte seine durchschnittliche Geschwindigkeit. Trotzdem war sein Flug mit 71 Stundenkilometern einer der besten des Wochenendes. Nico Walker konnte am Sonntag mit 78 Stundenkilometern nochmal einen Sprung nach vorn in der Wertung erreichen. Wolfgang Müller war mit 67 Stundenkilometern drittschnellste im Bunde, aber auch er stellt wehmütig fest: "Das war ja ganz nett heute, aber kein Vergleich zum phänomenalen Wetter am Donnerstag."

Trotzdem steht Grabenstetten am Ende der eher durchschnittlichen fünften Runde auf Tabellenplatz 13 der zweiten Bundesliga und somit zwei Plätze weiter vorn als vergangene Woche. Es zeigt sich einmal mehr, dass man mit konstanter gut durchschnittlicher Leistung weit kommen kann, oft weiter als mit nur einigen wenigen Spitzenleistungen. Die Nase vorn hatten an diesem Wochenende Vereine aus Franken: Der Aeroclub Bamberg, Hersbruck und die Clubs vom Flugplatz Ottengrüner Heide in Unterfranken rasten mit bis zu 125 Stundenkilometern durch das Fichtelgebirge und den Thüringer Wald. Von Grabenstetten aus war diese vom Wetter begünstigte, aber leider weit entfernte Gegend am Samstag und Sonntag nicht mehr erreichbar.

Unter den baden-württembergischen Vereinen schnitt die Fliegergruppe Freudenstadt am besten ab.

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