Für mehr Lebensqualität im Ort

Auch in Bempflingen gibt es eine Zukunftswerkstatt unter professioneller Leitung. Möglich macht das die Teilnahme an einer Initiative des Landes.

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Bempflingen, hier ein Foto vom jährlichen Martinimarkt, arbeitet an seinem Zukunftsbild.  Foto: 

. Eine Zukunftswerkstatt will der Bempflinger Gemeinderat schon seit einiger Zeit und kann jetzt die Idee verwirklichen. Und zwar zusammen mit dem Fachbereich Familienforschung des Statistischen Landesamts und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales. Voraussetzung dazu war die im vergangenen Jahr beschlossene Bewerbung zur Teilnahme an dem Landesprojekt "Integriertes Managementverfahren - familienfreundliche, bürgeraktive und demografiesensible Kommune", in das Bempflingen als eine von 30 Kommunen aufgenommen wurde.

Es wird im Auftrag des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg initiiert. Weitere Partner sind das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, der Gemeindetag, der Landkreistag sowie die Akademie Ländlicher Raum, wie Franziska Haase-Flaig von der Familienforschung des Statistischen Landesamts erklärte.

Sie stellte Einzelheiten zum Projekt vor, für das Bürgermeister Bernd Welser zusammen mit dem ehemaligen Vorsitzenden des Evangelischen Bildungswerks im Landkreis Esslingen, Autor und Journalist Eckhard Rahlenbeck aus Neckartenzlingen, die Prozessleitung auf kommunaler Seite übernimmt. Während die Studienleiterin der Evangelischen Akademie Bad Boll, Dr. Irmgard Ehlers und Franziska Haase-Flaig den Prozess extern begleiten. "Der Prozess in Bempflingen hat Vorreiterfunktion für ganz Baden-Württemberg", so Haase-Flaig. Zunächst wird eine Projektgruppe gebildet, die sich im Idealfall aus Gemeinderäten, Verwaltung, Kirchen, Vereinen, Bürgern, Handel und Gewerbe zusammensetze, wie sie aus Erfahrung von bereits 50 Zukunftswerkstätten berichtete. 15 bis 20 Mitglieder nannte sie als optimale Größe. Dabei sollten alle Generationen möglichst gleichmäßig vertreten sein, so ihr Rat. Zur Bildung der Projektgruppe wird die Gemeinde noch einen öffentlichen Aufruf machen.

Kernfragen: "Was macht die Lebensqualität in Bempflingen aus? Was ist familienfreundlich und generationengerecht - und was noch nicht? Wie wollen wir in Zukunft gemeinsam leben?" sollen in der Projektgruppe analysiert und der Ist-Zustand festgestellt werden. In einer Zukunftswerkstatt am 23. Juli können sich alle Bürger beteiligen, neue Ideen einbringen und Ziele für die Zukunft nennen.

Im Oktober werden dann in einer Strategiewerkstatt der Projektgruppe die gesammelten Ideen auf Wichtigkeit und Machbarkeit geprüft und zugeordnet. Daraus wird ein Handlungskonzept erstellt, das dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt wird. Nach der Präsentation im Gemeinderat in der Dezembersitzung kann dann die Umsetzung beginnen. Ende nächsten Jahres gibt es dann einen Bericht über die erzielten Fortschritte.

Diesem Vorgehen stimmte der Gemeinderat geschlossen zu. Im Haushalt sind dafür Kosten von rund 16 000 Euro eingestellt.

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