Für das ganze Jahr

Die Termine für Adventsmärkte werden teilweise immer weiter vorverlegt. Auch in Grafenberg hat der Advent schon vor dem Totensonntag mit einer Ausstellung in der historischen Kelter begonnen.

|
In der Grafenberger Kelter fand bereits der erste Adventsmarkt statt. Foto: Mara Sander

Advent ist eigentlich die Wartezeit auf Weihnachten, aber immer mehr Aussteller und Käufer mögen nicht warten bis zum ersten Advent und laden wie in Grafenberg schon vor und am Totensonntag zu einem Adventsmarkt ein. "Wenn wir das später machen, sind schon überall Weihnachtsmärkte." Organisatorin Karin Wikenhauser befürchtet, es könnten bei einem späteren Termin durch Konkurrenzdruck weniger Kunden kommen. "Außerdem war kein anderer Termin in der Kelter frei", nennt sie einen weiteren Grund für den frühen Adventsmarkt.

Der bot neben handgefertigter Weihnachtsdekoration auch ganzjährig verwendbare Geschenke wie Schnaps von den heimischen Streuobstwiesen, Tierfelle und Zugluftstopper. "Wärme für die Seele" ist jederzeit willkommen, wobei es sich dabei weder um Lektüre noch um Musik oder eine Wärmflasche handelt, sondern um einen Schnaps mit eingelegten Früchten zum Aufwärmen bei Wanderungen und Spaziergängen in der kalten Jahreszeit.

Handgesponnene Wolle und handgestrickte Socken gehören dazu wie Krippen und Strohsterne. Schlittschuhe als gehäkelte Geschenkanhänger oder gehäkelte Schneemänner sind auch außerhalb der Weihnachtszeit verwendbar ebenso wie die Waldkränze der Organisatorin sogar das ganze Jahr über die Tür zieren oder als Halt für eine Kerze dienen könnten. Wikenhauser sammelt alles, was der Wald so bietet von Holz bis Eicheln und verarbeitet das Naturmaterial zu kleinen Kränzen, die nicht vertrocknen. Besonders angenehm in Grafenberg ist, dass keine kommerziellen Händler zugelassen werden und die Aussteller aus Grafenberg selbst sind oder einen direkten Bezug zum Ort haben müssen.

So ist alles gemütlich, man kennt sich, entdeckt ungeahnte Talente und Gespräche sind mindestens genauso wichtig wie das Kaufangebot. Die Kindergärten machen mit und die Standgebühren werden für einen guten Zweck im Ort gespendet. Dieses Mal wird die Diakonie-Sozialstation bedacht.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Das lange Nachleben der Seifenfabrik

Die Wohnbebauung auf dem Gelände der Seifenfabrik Enzian an der Römerstraße ist derzeit noch nicht in Sicht. weiter lesen