Freibad-Wetter bereitet Probleme

"Da wären wir heute besser ins Freibad gegangen." Wenn man diesen Satz auf einem Segelflugplatz zu hören bekommt, dann ist wohl endlich Sommer.

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Richtig heiße Luft lag am Samstag über der Alb. Manchmal sind die Flieger bei solch hohen Temperaturen sogar im Vorteil: Wenn starke Aufwinde bis in große Höhen tragen, dann können sich die Piloten auf angenehm kühle Temperaturen in der Höhenluft freuen. Nicht so am vergangenen Wochenende: Schwache Aufwinde reichten nur für Flughöhen von einigen hundert Metern über Grund. Dank reichlich Sonnenschein herrschten auch im Cockpit der Segelflugzeuge Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius. Da geriet mancher Pilot an seine Grenzen, und es fiel besonders schwer, die Konzentration über mehrere Stunden aufrecht zu erhalten.

Der 20-jährige Lenninger Felix Bächle war der einzige, der einen gültigen Bundesliga-Flug zustande brachte. Damit ein Flug für die Liga zählt, muss die durchschnittliche Geschwindigkeit mindestens 40 Stundenkilometer betragen. Bächle erreichte diese Marke um Haaresbreite mit 40,01 Stundenkilometern. Zum Vergleich: Bei gutem Flugwetter liegen die Geschwindigkeiten meistens zwischen 90 und 110 Stundenkilometer. Alle anderen Grabenstetter Piloten verfehlten die Mindestgeschwindigkeit. Raphael Ladner aus Grabenstetten musste gar auf einer Wiese bei Pfronstetten außenlanden und den Rückweg auf der Straße antreten, das Flugzeug im Transportanhänger verstaut.

Der regnerische Sonntag war leider für motorlose Flüge nicht nutzbar. Das Ergebnis der elften Runde in der zweiten Segelflug-Bundesliga fiel für die Grabenstetter dementsprechend mager aus: Rundenplatz 22 brachte nur einen Punkt für die Gesamtwertung. Die Fliegergruppe Grabenstetten rutscht in der Tabelle wieder zwei Plätze zurück auf Platz 13.

Auch die anderen Südwest-Vereine hatten zu kämpfen: Schwäbisch Hall zum Beispiel brachte gar keinen Wertungsflug zustande, die Fliegergruppe Freudenstadt erreichte über dem Schwarzwald auch nur dürftige 63 Stundenkilometer. Deutlich besser hatten es die Vereine aus Südbayern: Sie konnten die guten Aufwinde der Alpen erneut für schnelle Flüge nutzen und belegten die vorderen Plätze.

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