Flieger punkten in der Hitze

Für die Piloten der Fliegergruppe steht immer noch viel auf dem Spiel in der zweiten Segelflug-Bundesliga. Die warme Luft machte ihnen zu schaffen.

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Nachdem ihnen in der Woche zuvor ein regelrechter Sprung aus dem Tabellenkeller gelungen ist, galt es nun, den Zugewinn zu verteidigen und am besten die Abstiegsplätze endgültig hinter sich zu lassen. Das vergangene Wochenende brachte erneut brauchbares Flugwetter, doch die Randbedingungen waren wieder einmal nicht ganz einfach: Ein Teil der Piloten war auf dem Grabenstetter Kandelfest im Arbeitseinsatz, und denen, die sich ins Cockpit setzen konnten, machten die hohen Temperaturen zu schaffen. Zwar konnten sie in knapp 2000 Metern Höhe bei angenehmen 20 Grad einen kühlen Kopf bewahren, aber erst einmal in diese Höhe zu kommen war eine schweißtreibende Angelegenheit. In so warmer Luft fallen die thermischen Aufwinde, von denen die Segelflieger sich in die Höhe tragen lassen, schwächer als sonst aus. Geduld und eine geschickte Wahl der Flugstrecke sind dann gefragt.

Patrick Kutschat war derjenige, dem dies am besten gelang: Gekonnt steuerte er sein Segelflugzeug in die Gebiete südlich der Donau bis nach Augsburg. Sonst eher unbeliebt bei Segelfliegern, so sorgt in dieser Gegend bei heißem und trockenem Wetter die höhere Feuchtigkeit am Boden oft dafür, dass die Aufwinde stärker ausfallen als über der Schwäbischen Alb. Nach der Rückkehr hatte Kutschat eine durchschnittliche Geschwindigkeit von knapp 94 Stundenkilometern auf dem GPS-Rechner stehen. Die weiteren Liga-Flüge kamen von Michael Häußler und Silvan Meckelnburg, die mit 80 beziehungsweise 75 Stundenkilometern zum Ergebnis beitrugen.

Zum Ende eines heißen Wochenendes landen die Flieger von der Vorderen Alb im soliden Mittelfeld: Rang 14 hilft zumindest, die in der Vorwoche gewonnenen Plätze zu verteidigen. Grabenstetten steht weiter auf Rang 24 in der Tabelle. Weiter vorne zogen die Niedersachsen aus Gifhorn an den bislang zweitplatzierten Sachsen vom Aeroclub Pirna vorbei. An der Spitze der Tabelle konnte der Hamburger Aeroclub Boberg trotz eines mangelhaften Runden-Ergebnisses seine Führung verteidigen. Der Rundensieg ging seit langem wieder nach Baden-Württemberg: Die Piloten des Segelflugclubs Schwäbisch Hall waren mit bis zu 110 Stundenkilometern und Flugstrecken über 500 Kilometern in Ost-West-Richtung zwischen Heidelberg und Regensburg unterwegs.

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