Firmen und junge Familien in die Gemeinde locken

Es sei eine Herausforderung, sagt Johann Rettka. Aber diese wolle er gerne annehmen und für die Gemeinde Gutes bewirken. Der 53-jährige CNC-Fräser wohnt seit 16 Jahren in Römerstein.

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Johann Rettka bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters in Römerstein. Foto: Peter Kiedaisch

Auf die Römersteiner Gastronomie lässt Johann Rettka nichts kommen. Hier oben auf der Alb könne man einfach herrlich speisen, schwärmt der 53-Jährige. "Wenn ich essen gehe, dann nur hier in Römerstein."

Johann Rettka möchte gerne Bürgermeister in Römerstein und damit Nachfolger von Michael Donth werden. Ja, er habe es sich lange überlegt, sagt er. Und sich dann gefragt, wieso denn nicht ein Römersteiner Bürger die Herausforderung annehmen soll. "Ich wohne seit 16 Jahren hier in Römerstein. Ich kenne die Bürger. Und könnte sie im Falle meiner Wahl bestens vertreten."

Johann Rettka wurde in Masuren, im ehemaligen Ostpreußen geboren. 1982 kam er als Zwölfjähriger zusammen mit seinen Eltern als Spätaussiedler nach Deutschland. Johann Rettka arbeitet seit elf Jahren als CNC-Fräser in Dettingen, zuvor war er zwölf Jahre lang beim Ordnungsamt der Stadt Kirchheim beschäftigt. Dort hatte er es täglich mit Bürgern zu tun und musste vor allem auch Diplomatie walten lassen. Eine Erfahrung, die Rettka jetzt als wichtige Voraussetzung für seine Bewerbung sieht. Überhaupt, sagt Rettka, sei Lebenserfahrung ein wichtiges Pfund bei einer solches Amt. "Und in Sachen Erfahrung bin ich ein alter Hase."

Zwei Schwerpunkte nennt Rettka für die kommunalpolitische Zukunft der Gemeinde: Die Anwerbung von Firmen und die Schaffung beziehungsweise den Erhalt guter Lebensbedingungen für junge Familien. "Es ist wichtig, dass wir weitere Firmen nach Römerstein locken", sagt Rettka. Zu diesem Zweck will er Gewerbeflächen günstig anbieten und auch über steuerliche Vergünstigungen für Firmen nachdenken. Im Gegenzug erwartet er die Schaffung neuer Ausbildungsplätze.

Rettka will die Gemeinde aber nicht nur für Firmen attraktiv machen, sondern auch für junge Familien. Wohnbauflächen müssen günstig bleiben, fordert der Vater von zwei erwachsenen Kindern. "Ich bin damals nach Römerstein gezogen, weil die Baugrundstücke günstig waren." Ebenso sollte sich jede Familie ihren Traum vom eigenen Haus erfüllen können, wünscht er sich. Und ein Weiteres liegt Rettka noch auf der Seele: Man müsste die Bauvorschriften für den Ort etwas lockern. Auch dies könnte für viele Anreiz sein, sich Römerstein als Wohnort auszusuchen, glaubt Rettka.

Noch muss Johann Rettka sich in viele Themenbereiche einarbeiten. Haushalt, Einnahmen, Ausgaben, Kinderbetreuung und die Schaffung guter Bedingungen für die Älteren im Ort. Eine Herausforderung für ihn, räumt er ein, der er sich aber gerne stellen wolle, sagt der Mann mit der Mütze. Die will er übrigens auch beim Fototermin nicht abnehmen. "Sonst erkennt mich ja niemand mehr", lacht er. Auch in der Firma und in der Freizeit trage er stets eine Mütze. Eine ganze Sammlung habe er bereits Zuhause. Wer mit dem Bürgermeisterkandidaten ins Gespräch kommen will, hat dazu am Freitag, 27. Dezember, um 19 Uhr in der Böhringer Camping-Gaststätte Gelegenheit. Oder dann beim Wahlfrühstück unserer Zeitung am Sonntag, 29. Dezember, um 11 Uhr in der Turn- und Festhalle in Donnstetten.

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