Finale für die Segelflieger

Für die Grabenstetter Flieger galt es am Wochenende zum letzten Mal in dieser Saison sich mit schnellen Flügen in der zweiten Segelflug-Bundesliga zu behaupten. Der Klassenerhalt wurde mühelos erreicht.

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Nach den Schwierigkeiten in den Wochen zuvor, sorgte die letzte Runde der Saison 2012 doch noch für einen versöhnlichen Abschluss bei den Grabenstetter Segelfliegern. Starker Westwind bestimmte dieses Mal die Wetterlage.

Drei Piloten machten sich am Samstag von Grabenstetten aus mit Rückenwind auf den Weg nach Osten. Der starke Wind sorgte für zerrissene und schwer nutzbare Thermik. Zum Glück brachten die Westhänge entlang der Schwäbischen Alb teils guten Hangaufwind, in dem sich die Piloten auch mal längere Zeit aufhalten konnten, bis sie wieder genug Höhe für den Weiterflug hatten.

Emanuel Ladner, Erich Sigel und Marc Schneider flogen bis auf die fränkische Alb. Dort trafen sie allerdings schwierigere Bedingungen und schwache Aufwinde an. Sigel und Schneider, beide unterwegs in Segelflugzeugen mit Hilfsmotor, mussten dort ihren Motor benutzen. Der Wertungsflug ist bei der ersten Benutzung des Motors beendet. Ihre durchschnittlichen Geschwindigkeiten lagen bei 44 beziehungsweise 47 Stundenkilometern. Emanuel Ladner kam weiter und schaffte auch noch einen Teil des Rückweges: Auf dem Flugplatz Nördlingen endete sein Flug, ein Durchschnitt von 60 Stundenkilometern war der Lohn dafür.

Da die meisten anderen Vereine größere Schwierigkeiten mit dem starken Wind hatten, reichten diese drei Flüge für Platz 9 in der aktuellen Runde und ergaben nochmal viele Punkte für die Gesamtwertung.

Noch schneller waren nur die Vereine, die Zugriff auf einen lang gezogenen Hang in Nord-Süd-Ausrichtung hatten: Sie konnten bei dem starken Westwind ihre Strecken in niederer Höhe am Berg entlang im reinen Hangaufwind fliegen. So kamen zum Beispiel entlang der Bergstraße an den Hängen des Odenwaldes schnelle Flüge zustande.

Den Rundensieg holte sich die Fliegergruppe Oerlinghausen aus Nordrhein-Westfalen im reinen Hangflug im Weserbergland. An sie ging auch der Gesamtsieg in der zweiten Bundesliga. Die Plätze zwei und drei erreichten die Vereine aus Boberg bei Hamburg und Bamberg in Franken. Die besten Vereine aus Baden-Württemberg waren Freudenstadt und Ravensburg auf den Plätzen fünf und sechs, damit sind beide aufgestiegen in die erste Bundesliga. Mit Esslingen, Öhringen und Leibertingen gibt es leider drei baden-württembergische Absteiger in die Quali-Liga.

Die Fliegergruppe Grabenstetten steht zum Ende ihrer ersten Saison in der zweiten Bundesliga auf dem 19. Platz bei 30 teilnehmenden Vereinen. Der Klassenerhalt ist damit ohne größere Schwierigkeiten geschafft. Fürs nächste Jahr haben sich die Flieger von der Vorderen Alb einen Platz unter den Top Ten oder besser noch einen Aufstieg in die erste Bundesliga vorgenommen. Die Bundesliga-Saison beginnt im kommenden Jahr am dritten Aprilwochenende.

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