Es geht um viel Geld

Neckartenzlingen bewirbt sich ein weiteres Mal um Sanierungsmittel für die Ortsentwicklung Stufe drei. Die Zehntscheuer ist enthalten.

|

Das eine tun, das andere nicht lassen, schreibt Neckartenzlingens Bürgermeister Herbert Krüger seinem Nachfolger ins Aufgabenbuch. Die Kommune bewirbt sich nach 2015 ein weiteres Mal um Fördergelder aus einem neu aufgelegten Programm zur Ortskernsanierung. Die Zehntscheuer und das Schulhaus sind mit im Maßnahmenpaket. Für Denkmale sind bis zu 85 Prozent Zuschüsse möglich.

Mit einer durchschnittlichen Landes-Beteiligung von 60 Prozent und verbleibenden Investitionen der Gemeinde in geschätzter Höhe von rund einer Million Euro geht Neckartenzlingen „einen wichtigen Schritt bei der Sanierung“, so Krüger. Viel Geld, das auch an anderer Stelle gebraucht würde, erklärte SPD-Gemeinderat Jochen Baral bei der Sitzung am Dienstag, etwa bei der Renovierung des Schulzentrums. Dies wiederum fiel beim Schultes unter die Kategorie „Anderes nicht lassen“.

Der in drei Einheiten zusammengefasste Bereich „Ortsmitte III“ mit rund 5,5 Hektar umfasst den Stadtzugang über den Neckar und den Marktplatz als Schwerpunkt, das Quartier „In der Steige“ sowie den Stadteingang Erms / Altdorfer Straße. Die Ortsmitte soll nachhaltig gestärkt werden. Ziel ist die dauerhafte Verbesserung der Wohnverhältnisse und die Stärkung der sozialen und wirtschaftlichen Strukturen. Es geht um Modernisierung und Abbruch, Leerstände, die gewerbliche Wiederbelebung, Straßengestaltungen, die Aufwertung öffentlicher Räume, um Zugänge zum Wasser und nicht zuletzt um das Thema „Neckarpark“.

Unbefriedigend lief in der Vergangenheit in Neckartenzlingen die Beteiligung von Jugendlichen und Kindern an Entscheidungen, die ihre eigenen Interessen betrafen. Es sei denn, diese wurden kompetent von professionellen Betreuern vorgebracht. „Es hat sich immer wieder gezeigt, dass es zu Konflikten zwischen Verwaltung, Jugendlichen, Eltern und Bürgern kommt, weil es im Vorfeld kein geeignetes Beteiligungsverfahren gab“, reklamierte „Die Alternative für Neckartenzlingen“ in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Fraktion stellte den Antrag: die Verwaltung solle ein geeignetes Verfahren entwickeln, damit Kinder und Jugendliche „angemessen und wirkungsvoll beteiligt werden können“. Mit dem Focus auf eine auf Dauer eingerichtete, institutionalisierte Form. Eine Art Jugendvertretung, die nicht zwingend in einen Jugendgemeinderat münden müsse. „Wir wollen konkrete Ansprechpartner bei den Jugendlichen“, betonte Gemeinderätin Liese Kernchen. Und zwar nicht nur einen, sondern einen repräsentativen Querschnitt. Kernchen: „Wir wollen möglichst viele Jugendliche dazu einladen. Nicht nur die ohnehin Organisierten“.

Das Auwiesen-Gymnasium in Neckartenzlingen geht einen weiteren Schritt in Richtung Ganztagesbetreuung, um die Lücke in den Altersstufen der Klassen Fünf und Sechs zu schließen. Dort sollen ab dem neuen Schuljahr von Montag bis Donnerstag je 20 Kinder zwischen 7.45 Uhr und 15.25 Uhr auf Anmeldung betreut werden.

Um überhaupt einen Antrag auf die Einrichtung der beiden Ganztageszüge ans Regierungspräsidium richten zu können, benötigte die Schulleitung die Zustimmung des Gemeinderats.

Der zeichnete in seiner Sitzung am Dienstag für die Übernahme der Sach- und Personalkosten in Höhe von rund 7000 Euro verantwortlich.

Pro Gruppe besteht Anspruch auf eine Lehrer- und eine Verwaltungsstunde. Die verbindlichen Ganztageszüge würden den Schulbetrieb also um vier Stunden pro Woche entlasten. „Der Bedarf und die Anfrage von den Eltern ist da“, bestätigte Schulleiterin Barbara Teufel-Krische dem Gemeinderat. Seit etwa einem Jahr betreibt das Gymnasium in der Klassenstufe Fünf einen Probelauf. Der Gemeinderat beförderte den Antrag einstimmig.

Zum Thema „Flüchtlinge“  hat sich die Gemeindeverwaltung Neckartenzlingen auf Nachdruck der Bürgerschaft mit den Abteilungen des TSV, den Elternvertretern der örtlichen Schulen und den Sprechern des Freundeskreises WIR zur Zusammenarbeit verständigt. „Der gemeinsame Arbeitskreis wird in Kürze die Arbeit aufnehmen“, informierte Hauptamtsleiterin Katrin Harder.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kalt erwischt: Äpfel werden dieses Jahr zur Mangelware

In den städtischen Obstanlagen werden voraussichtlich nur drei bis vier Tonnen Früchte geerntet. Schuld daran trägt der Frost im April. weiter lesen