Endspurt in der Segelflug-Bundesliga

Für die Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten hat der Endspurt in der zweiten Segelflug- Bundesliga begonnen. Gutes Wetter half den Fliegern zuletzt.

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Mitte August ist die Zeit der schnellsten Flüge über der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald normalerweise schon vorbei, doch nach einer schwachen ersten Saisonhälfte freut sich die Fliegergruppe Grabenstetten auf der Alb über jede Gelegenheit für motorlose Streckenflüge.

Ganz leicht war es aber auch diesmal nicht: „Ich dachte immer wieder, jetzt bin ich gut unterwegs, und dann kam der nächste Dämpfer“, berichtet Patrick Kutschat von schwer einzuschätzenden Bedingungen. „Es war meistens nicht so gut wie es aussah. Die Aufwinde waren schwer zu treffen.“ Obwohl er selbst nicht so recht zufrieden war mit seinem Flug am Samstag zwischen Tuttlingen und Eichstätt, so war er mit 84,5 Stundenkilometern doch der schnellste Pilot aus Grabenstetten. Emanuel Ladner konnte 82 und Erich Sigel 81,5 Stundenkilometer zum Ergebnis beitragen.

In der vorletzten Runde der Liga landet Grabenstetten damit auf Platz acht. Das reicht zumindest, um in der Tabelle noch einen Platz nach oben zu klettern: Dort steht die Fliegergruppe jetzt auf Rang 13. Den Rundensieg holte sich die Luftsportgemeinschaft Hersbruck. Die Franken waren mit bis zu 113 Stundenkilometern diesmal nicht zu schlagen. Zweiter wurde der FSV Gerstetten mit bis zu 108 Stundenkilometern, gefolgt von Freudenstadt.

Der Klassenerhalt, der noch bis vor ein paar Wochen infrage stand, ist für Grabenstetten mittlerweile gesichert: Selbst bei einer Nullrunde am kommenden Wochenende würde es noch für Platz 20 reichen. Theoretisch wäre sogar noch ein Platz unter den Top Ten erreichbar. Vereiteln könnte dies unter anderem die Konkurrenz vom FSV Gerstetten, der einen Platz und nur wenige Punkte hinter Grabenstetten lauert.

Die letzten sieben der insgesamt dreißig Vereine steigen aus der zweiten Bundesliga in die Quali-Liga und die Landesligen ab, und die ersten sieben steigen auf in die erste Bundesliga. Unter den Aufsteigern werden jedoch keine Baden-Württemberger zu finden sein: Die nord- und ostdeutschen Clubs dominieren nach wie vor das erste Drittel der Tabelle, und selbst Schwäbisch-Hall, mit Platz acht der beste Verein aus dem Ländle, kann schon rein rechnerisch nicht mehr am Siebtplatzierten aus Celle (Niedersachsen) vorbeiziehen.

An der Spitze der Tabelle bleibt es bis zuletzt spannend: Der Hamburger Aeroclub Boberg konnte trotz schlechter Wetterbedingungen im Norden seine Führung verteidigen, aber die Niedersachsen vom LSV Gifhorn sind den Hamburgern nach wie vor dicht auf den Fersen. Die Entscheidung, wer sich den Meistertitel in der zweiten Bundesliga 2016 holt, wird deshalb erst in der letzten Bundesliga-Flugrunde am kommenden Wochenende fallen.

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