Eine gute Idee

Drei Jahrzehnte sind Grafenberger und Puiseuxer verbandelt - 32 Jahre ist Bürgermeister Holger Dembek im Amt. Er zählt zu den Ziehvätern der Partnerschaft - in Belgien haben ihn die Franzosen verabschiedet.

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    Küsschen rechts und links: Deutsche und Franzosen sagen Adieu.
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    Abschied: Holger Dembek, Bernard Creff, Yves Murro und Manfred Knöll (v. re.).
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Es ist bestimmt nicht das letzte Treffen zwischen Grafenbergs scheidendem Rathauschef Holger Dembek und den Verantwortlichen für die Partnerschaft in Pusieux en France. Beim Grafenberger Dorffest im Juli wird eine Abordnung der Franzosen vor Ort sein, und auch zum offiziellen Ausscheiden Dembeks im September erwarten die Grafenberger eine Delegation aus Puiseux. Viel Zeit für Beziehungspflege wird der Rathauschef da aber nicht haben, weswegen die Franzosen schon jetzt die Chance nutzten, den Bürgermeister zu verabschieden.

Sie taten das, wie es sich gehört, auf durchaus internationalen Parkett - im Hauptquartier der NATO in der wallonischen Stadt Mons. Dort hatte Oberstleutnant Günther Schellmann die Grafenberger über das Militär- und Sicherheitskonzept des Atlantischen Bündnisses informiert (eine Diskussion über das Für und Wider der Afghanistan-Einsätze inklusive), ehe es nochmals zum gemeinsamen Mittagessen mit den Puiseuxern ging. Yves Murru, Bürgermuster in der Gemeinde bei Paris, dankte Holger Dembek und Manfred Knöll, dem Vorsitzenden des Grafenberger Partnerschaftkomitees, für ihren Einsatz in Sachen deutsch-französischer Freundschaft. Dembeks Idee eines Treffens in Brüssel sei ein guter Gedanke gewesen, lobte Murru.

Auch Bernard Creff, Begründer der Partnerschaft auf französischer Seite, würdigte Dembeks jahrzehntelange Verdienste um die Partnerschaft. "Danke Holger - ich werde Deine Idee in Zukunft weitertragen", versprach Creff in den Applaus der Zuhörer hinein. Holger Dembek konnte zum Abschied ein wenig Wehmut nicht verbergen. "Ich hoffe, dass sich mein Nachfolger oder meine Nachfolgerin auch dieser Partnerschaft annimmt", betont der Verwaltungschef.

Eine Aufgabe wird das allemal, denn im 31. Jahr brauchen die Partnerschafts-Vorderen hier und da junge Menschen, die Freundschaft weitertragen, sagt auch der Grafenberger Gemeinderat Manfred Knöll, einer der Pioniere der Partnerschaft. Auf hiesiger Seite gibt es laut Holger Dembek Hoffnung: Radfahrer und Feuerwehrleute sind hin und wieder mit im Boot - "aber Puiseux hat keine eigene Wehr."

Für die Zukunft der Partnerschaft wünscht sich Dembek auch politische Diskussionen - so, wie sie die Gruppen von Mittwoch bis Samstag in Brüssel geführt haben. Gegenüber unserer Zeitung zog der Bürgermeister eine positive Bilanz der Kurzreise in die europäische Hauptstadt. "Wir haben die EU und ihre Mechanismen besser kennengelernt", urteilt Dembek, der seinen Bürgern ein "positives Europabild" vermitteln wollte. "Nur wer Bescheid weiß, kann das weitertragen."

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