Ein Meisterstück schlanker Verwaltungsarbeit

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Jörg Schmauder (Dritter von links) und Michael Mutsch (Vierter von links) sind mit der silbernen Ehrennadel vom Landesjugendleiter Thomas Häfele (Erster von links) ausgezeichnet wurden.  Foto: 

Uniformen soweit das Auge reicht, sah man beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Riederich. Vertreter aus allen Abteilungen sind der Einladung gefolgt. Darunter auch ehemalige Jugendfeuerwehrler, der Kreisbrandmeister Wolfram Auch sowie Landesjugendleiter Thomas Häfele und Kreisjugendwart Andreas Heinlin.

Eine neue Garantie

Begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeister Tobias Pokrop. Er sprach aus, was vermutlich so manchem Jugendlichen am Dienstagabend im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr durch den Kopf ging. Die Jugendabteilung ist 40 Jahre alt geworden, oder etwa nicht? Pokrop zufolge sei das Ansichtssache. Fakt ist aber, dass die Jugend beim Jubiläum im Mittelpunkt steht.

Pokrop kam zudem auf die Entstehungsgeschichte zu sprechen, die er als originell bezeichnete. Mit zwei Sätzen wurde auf der Zsigmondy-Hütte vom damaligen Kommandanten Richard Hacker und Bürgermeister Alfred Barner die Gründung beschlossen. Das war „ein Meisterstück schlanker Verwaltungsarbeit“, so Pokrop. „Als Bürgermeister und Dienstvorgesetzter der Freiwilligen Feuerwehr Riederich erkläre ich namens der Gemeinde deren volle finanzielle Unterstützung.“ Mit diesem Satz garantierte Pokrops Vorgänger 1977 die volle Unterstützung. Dieses Versprechen gab Riederichs Bürgermeister nun erneut. Und das zur Freude der Feuerwehr.

Gestartet ist das Unternehmen Jugendabteilung mit 16 Mitgliedern, wie Kommandant Harald Hacker erzählt. Eingestellt wurden sie jedoch erst bei der Versammlung am 24. Januar 1978. Gemacht wurde seitdem viel, von Ausflügen bis hin zur Teilnahme an Wettbewerben. Geändert haben sich aber auch die Uniformen, wie die Bilder der vergangenen 40 Jahre beweisen. Im Rahmen des Festaktes ließ es sich der Kommandant nicht nehmen, auch einigen Mitgliedern für ihr Engagement in der Jugendarbeit zu danken. Ihm sei bewusst, wie wichtig die Arbeit ist. Sie bildet den Nachwuchs aus und garantiert, zumindest in Riederich, das Fortführen der Feuerwehr. Etwa 90 Prozent der Jugendlichen wechseln hier zu den Großen.

Brüderschaftliches Engagement

Landesjugendleiter Thomas Häfele gratulierte nicht nur zum Jubiläum, sondern auch zur damaligen Erkenntnis, dass es eine Jugendabteilung braucht. Die Feuerwehr würde helfen, Bildung zu begreifen. Es ginge nicht um reine Theorie, viel mehr um den Grundstein für brüderschaftliches Engagement, so der Landesjugendleiter. Im Anschluss ehrte er die beiden Löschmeister Michael Mutsch und Jörg Schmauder. Sie erhielten eine Urkunde des Feuerwehrverbands Baden-Württemberg sowie die silberne Ehrennadel.

Gratulationen gab es zudem vom Kreisjugendwart Andreas Heinlin und Kreisbrandmeister Wolfram Auch. Es sei ein besonderer Anlass, der besondere Beachtung und Anerkennung verdiene. Mit der Gründung einer Jugendwehr habe man Neuland betreten, inzwischen habe sich das stark gefestigt und sei ein fester Bestandteil der Feuerwehrstruktur geworden.

Als besonders bemerkenswert bezeichnete Auch die Garantie des Bürgermeisters. So etwas sei in der damaligen Zeit nicht üblich gewesen. „Die Riedericher Feuerwehr genießt auch über die Gemeindegrenzen hinaus Anerkennung“, so der Kreisbrandmeister. Den Riederichern prognostizierte er, dass es um deren Zukunft, durch die Nachwuchsgewinnung in der Jugendfeuerwehr, nicht schlecht bestellt sei.

Ein Dankeschön für die jahrelange Jugendarbeit erhielten Martin Wessly, Andreas Schmauder, Volker Kopschitsch, Herman Madlener, Markus Kurz, Werner Euchner, Siegfried Lautenschläger, Thomas Stiegele, Michael Schleppe und Harald Hacker.
Die silberne Ehrennadel und eine Urkunde bekamen Jörg Schmauder und Michael Mutsch.

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