Ein Haus für alle St. Johanner

Mit Festakt und Tag der offenen Tür wurde am Wochenende das neue Feuerwehrhaus eingeweiht. Landrat Thomas Reumann würdigte den Neubau als Kompetenzzentrum mit Zukunftscharakter.

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  • Landrat Reumann, Bürgermeister Wolf und die Vertreter der Wehren bei der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Würtingen. Fotos: Simon Wagner 1/2
    Landrat Reumann, Bürgermeister Wolf und die Vertreter der Wehren bei der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Würtingen. Fotos: Simon Wagner
  • Volles Haus bei der Einweihung. 2/2
    Volles Haus bei der Einweihung.
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Zahlreiche Mandatsträger aus dem Bundes- und Landtag, Vertreter von Feuerwehren aus dem Landkreis, selbst französische Kollegen aus St. Johanns Partnerstadt Thénezay waren am Samstagnachmittag in die geschmückte Fahrzeughalle des neuen Feuerwehrhauses in Würtingen gekommen, um seiner festlichen Einweihung beizuwohnen. Dass dieser Tag ein besonderer für die St. Johanner Feuerwehr und insbesondere für die Abteilung Würtingen ist, das machte Bürgermeister Eberhard Wolf vor über 200 Gästen klar: "Wir haben heute eine wichtige und überfällige Aufgabe erfüllt", freute er sich über den "positiven Schlussstrich unter eine lange Planungsphase". Die Wehr verfüge nun über ein modernes Gebäude, das aktuellen Anforderungen gerecht werde und über Jahrzehnte hinweg zukunftsfähig bleibe.

Wolf dankte dem Gemeinderat für eine "zukunftsweisende Entscheidung" und die Bewilligung von gut 2,3 Millionen Euro für den Neubau. Eine Summe, die Wolf angesichts der Verbesserungen als gut eingesetzt und angemessen verteidigte, trage sie doch zu einem Höchstmaß an Sicherheit bei: "Die Feuerwehr ist keine Freizeiteinrichtung für technisch Interessierte, sondern eine unverzichtbare Infrastruktureinrichtung." Sein spezieller Dank galt den Floriansjüngern um ihren Gesamtkommandanten Walter Ochs, die mit über 3000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit während der knapp einjährigen Bauzeit mitgewirkt haben: "Diese Leistung unterstreicht einmal mehr, wie sehr sich die Mitglieder zum Wohle der Gemeinschaft engagieren."

Wolf dankte auch Landrat Thomas Reumann, beteilige sich das Land doch mit 875 000 Euro an der Finanzierung des Neubaus.

Reumann indes beglückwünschte alle St. Johanner zu ihrem gemeinsamen Feuerwehrhaus. Der Haushaltslage der Gemeinde gewahr, bezeichnete er die Entstehung als Kraftakt. Die Gemeinde setzte aber nun ein unmissverständliches Ausrufezeichen. Entstanden sei ein Kompetenzzentrum mit Zukunftscharakter. Architekt Thorismut Gaiser von der Planungsgemeinschaft Domino sieht in dem Bau mit einer Fläche von 975 Quadrat- und einem Volumen von 5400 Kubikmetern darüber hinaus ein Feuerwehrgebäude mit Wohlfühlcharakter. Sein Geschenk zum Einzug dürfte weiter dazu beitragen: Ein Tischkicker für die Jugendabteilung.

Im Namen aller Kreis-Feuerwehren überbrachte Gunter Hespeler, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, Glückwünsche. Er sieht die Wehr gut gerüstet, um professionelle Hilfe zu leisten. Ihm schloss sich Pfarrer Wolfgang Fingerle dankend an. Er nannte die Mitglieder der Feuerwehr "den verlängerten Arm Gottes".

Zuvor vereinte Reumann die Lacher und den Beifall auf sich. Sein Vorschlag, den 14 Meter hohen Turm zu Ehren des Kommandanten auf Walter Ochs-Turm zu taufen, sorgte, außer bei Walter Ochs selbst, für Zustimmung. Für Ochs kommt allenfalls die Inschrift Leinhaldenweg 16 in Frage: die Adresse des Hauses. Ochs will ohnehin weder den Turm noch das Haus als Denkmal gedeutet wissen, das sich die Entscheider selbst errichtet hätten.

Den Kritikern schrieb er ins Stammbuch: "Keiner hat unter dem Neubau gelitten." Der Bau sei weder übertrieben groß, noch geeignet, das Ortsteildenken zu pflegen: "Ich wünsche mir, dass es von allen als ihr Haus angesehen wird", richtete er sich an die St. Johanner Abteilungen.

Neben gemeinsamen Segenswünschen empfingen er und der Würtinger Abteilungskommandant Ewald Höh den sichtbaren Schutzpatron des Hauses und der Wehr: Den heiligen Florian. Geschnitzt in St. Johann, im Südtiroler Ahrntal, belegt er nun einen Ehrenplatz im Haus.

Einen Eindruck vom Gebäude konnten sich die Gäste auch am Sonntag verschaffen. Beim Tag der offenen Tür gab es zudem Vorführungen und Unterhaltung.

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