Ein grundsolider Auftakt

Möglichst schnell und weit wollen die Segelflieger auch in dieser Saison wieder sein. Die Fliegergruppe Grabenstetten ist das dritte Jahr in Folge in der zweiten Segelflug-Bundesliga vertreten.

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. Für die Segelflieger der Fliegergruppe Grabenstetten begann am Osterwochenende eine neue Saison in der zweiten Segelflug-Bundesliga. Das dritte Jahr in Folge sind die Flieger von der vorderen Alb nun auf Bundesebene unterwegs. Bis Ende August gilt es wieder, an jedem Wochenende die Kraft der Sonne und des Windes für möglichst schnelle Flüge im antriebslosen Segelflug zu nutzen. Die Piloten müssen versuchen, möglichst hohe Durchschnitts-Geschwindigkeiten auf einer selbst ausgewählten Flugstrecke zu erreichen. Die schnellsten drei Geschwindigkeiten des Vereins gehen in die Wertung ein.

Die Wetterprognosen machten zuerst wenig Hoffnung für die erste Runde an Ostern: Die Pessimisten unter den Fliegern sahen sich schon ganz ohne Punkte dastehen, wie es der launische April ihnen bereits im vergangenen Jahr beschert hatte.

Doch es kam anders: Der Ostersonntag bot genügend Wolkenlücken für Segelflüge auf der schwäbischen Alb. Nico Walker, der Pilot, der schon in den vergangenen Jahren die meisten Punkte eingeflogen hatte, schaffte es bis kurz vor Augsburg und wieder zurück (210 Kilometer) und konnte mit 72 Stundenkilometern zum Ergebnis beitragen. Frederik Widmaier erreichte knapp 65 Kilometer in der Stunde.

Noch schneller ging es aber woanders: Raphael Ladner startete vom sächsischen Zwickau aus und begann die Saison gleich mit 108 Stundenkilometern. Der Grabenstetter Student nimmt dort am Trainingslager des Baden-Württembergischen Junioren-Kaders teil. Dabei werden talentierte Nachwuchspiloten gefördert und auf die Streckenflug-Wettbewerbe der Saison vorbereitet. Im Teamflug mit einem Nachwuchspiloten aus Baden-Baden flog er mehr als 460 Kilometer bis nach Tschechien hinein.

"Mit so gutem Wetter hatten wir gar nicht gerechnet. Teilweise konnten wir richtig an den Wolken entlangsurfen", berichtet Ladner.

Die Liga-Flüge müssen nicht unbedingt am Heimatflugplatz beginnen - die Piloten dürfen auch auf jedem anderen Flugplatz in Deutschland abheben. So können sie die Nachteile, die manchmal durch schlechtes Wetter in einem Teil des Landes entstehen, teilweise ausgleichen. So schaffte Grabenstetten diesmal eine solide Platzierung im Mittelfeld und das trotz der schwierigen Flugbedingungen auf der Schwäbischen Alb.

An die Spitze der Tabelle schafften es die vom Aprilwetter begünstigten ostdeutschen Vereine. Ganz vorne steht der Flugsportclub Berlin, gefolgt von Neuhausen bei Cottbus.

Grabenstetten startet mit Platz 12 in die Saison (bei 30 teilnehmenden Vereinen).

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