Dorfladen: „Die Erwartungen wurden übertroffen“

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Nach den Prinzipien frisch, gesund, regional und fair wird im Hülbener Dorfladen gearbeitet.  Foto: 

Fünf Jahre der Überlegungen und Planungen, ein gemeinschaftlicher Kraftakt und unzählige Stunden, die rund 100 Ehrenämtler investierten gingen der Eröffnung des Hülbener Dorfladens voraus. David Hermann hat Valerie Kuder vom Vorstand des Dorfladens nach der Vorgeschichte, dem Konzept und der Zukunft des Dorfladens gefragt.

Wann wurde der Dorfladen eröffnet?

Valerie Kuder Am 19. Januar 2017.

Warum wollte man einen neuen Laden gründen?

Der Lebensmittelladen von Walter und Helma Mock wurde aus Altersgründen geschlossen. Man wollte einen Laden im Ortskern haben und nicht auf der grünen Wiese, damit dieser auch für Personen ohne Fahrzeug erreichbar ist. Außerdem sollte dieser Laden auch als Treffpunkt dienen, deshalb wurde eine Café-Ecke eingebaut.

Wann war die Gründungsversammlung?

Der Dorfladen wurde am Donnerstag, 25. Februar 2016, um 19.30 Uhr im Bürgersaal Hülben in der Rechtsform einer Genossenschaft mit 82 Mitgliedern gegründet.

Warum wurde die Form einer Genossenschaft gewählt?

Es sollte ein Laden sein, der von Bürgern initiiert und getragen wird. Bei einer Genossenschaft sind die Mitglieder die Eigentümer. Die Genossenschaft hat aktuell mehr als 200 Mitglieder.

Was ist das Motto des Dorfladens?

Fahr nicht fort – kauf im Ort.

Nach welchen Prinzipien arbeiten Sie?

Frisch, gesund, regional, fair, gemeinsam.

Woher beziehen Sie Ihre Waren?

Rund 70 Prozent werden von einem Großhändler geliefert. Wichtig sind aber auch regionale Lieferanten, zum Beispiel Früchteparadies Bader, Bleiche in Bad Urach, Sulzburghof, Gasthaus zum Löwen, Lautertal-Eis, Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck, Lauteracher Alb-Feld-Früchte, Hofmolkerei Schmid, Getreidemühle Luz, Fleischerfachgeschäft Simon oder direkt aus Hülben.

Wer ist der Chef des Dorfladens?

Der Vorstand des Dorfladens sind Carina Gleß, Nadina Seferovic und ich. Die Geschäftsführung liegt bei mir und Nadina Seferovic.

Welchen besonderen Service bieten Sie an?

An erster Stelle steht der Lieferservice, zum Beispiel für ältere Menschen, der auch kurzfristig in Anspruch genommen werden kann, oder die Belieferung der Firma Magura mit Vesper. Zum Service gehören auch Geschenkkörbe, Gutscheine, Bestellservice für Vereine. Außerdem befindet sich im Dorfladen eine Poststelle.

 Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Ja, die Erwartungen wurden sogar übertroffen. Allerdings wird kein großer Gewinn angestrebt, sondern die Kosten, wie zum Beispiel Personalkosten, Strom und ähnliches, sollen gedeckt werden.

Wie viele Mitarbeiter hat der Dorfladen?

Der Dorfladen hat aktuell zwei angestellte Mitarbeiterinnen. Dazu engagieren sich über 20 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Haben Sie Pläne für die Zukunft?

Jede Menge! Wir möchten gerne ein „Rosencafé“ eröffnen, das heißt wir würden gerne auf dem Rasenstück neben dem Laden Tische und Stühle aufstellen, damit man im Freien seinen Kaffee und Kuchen genießen kann. Außerdem muss eine Klimaanlage installiert werden. Angedacht sind Aktionen, wie zum Beispiel Ausflüge zu Lieferanten, oder ein Weißwurstfrühstück.

Welche Kundengruppen kaufen bei Ihnen ein?

Alle von jung bis alt, zum Beispiel auch etliche junge Mütter. Viele ältere Menschen nutzen das Angebot im Ort, aber auch viele Schulkinder decken sich hier mit Süßigkeiten, Eis und Knabbereien ein oder besorgen sich die neusten Sammelkarten.

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