Die Bürger an Prozessen und Entscheidungen beteiligen

Der Neckartenzlinger Jochen Baral möchte Schultes in seinem Heimatort werden und freut sich, dass vier Kandidaten antreten.

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Jochen Baral möchte Bürgermeister in seinem Heimatort werden. Foto: Privat  Foto: 

Jochen Baral möchte Bürgermeister von Neckartenzlingen werden. Wie ernst er es meint zeigt auch die Tatsache, dass er  seine Bewerbungsunterlagen einen tag nachdem die Stellenausschreibung veröffentlicht war seine Bewerbungsunterlagen abgegeben hat. Der 44-Jährige kennt sich in der 6500-Einwohnergemeinde an Neckar und Erms bestens aus, ist sie doch seine Heimatgemeinde. Zudem sitzt er seit 2009 für die SPD im Gemeinderat. Dass der gelernte Bankkaufmann und Sozialpädagoge kein Verwaltungsfachmann ist, sieht er nicht unbedingt als Nachteil, schließlich habe er als Bürgermeister fähige Amtsleiter an seiner Seite. Zudem habe er als Gemeinderat in all den Jahren „viele Prozesse in der Gemeinde begleitet“, die ihm eine Ahnung von der Arbeit vermittelt hätten.

Was ihn unter anderem motiviert ist das Neckartenzlinger Schulzentrum mit den in die Jahre gekommenen Sportanlegen. Für die Sanierung sind 20 Millionen Euro veranschlagt, ein Betrag, den die Gemeinde eigentlich nicht alleine stemmen kann. Für Baral steht außer Frage, dass ein genaues Konzept entworfen werden muss für die Schulgebäude, die Sportstätten und für die Finanzierung.

Dabei müsse man das Ganze im Blick haben. Dass die Schüler entsendenden Gemeinden kaum Gesprächsbereitschaft zeigen. Als neuer Bürgermeister möchte er dieses Problem angehen. Immerhin kommen bis zu 75 Prozent der Schüler von außerhalb. Sein Ziel wäre es, einen Zweckverband zu gründen.

Auf die Fahne geschrieben hat sich Jochen Baral auch, mehr Bürgerbeteiligung zu wagen. Unter anderem denkt der 44-Jährige an eine Zukunftswerkstatt. „Es ist ganz egal, worum es geht“, so Baral, „wir müssen die Menschen vor Ort fragen.“ Die Gemeindeverwaltung müsse Partner der Bürger sein, trotzdem bedarf  es eine klare Führung. Auch bezüglich der Mitarbeiter. „Wichtig“, so Baral, „ist Vertrauen und Ehrlichkeit im Umgang mit allen Menschen.“

Was in Neckartenzlingen immer ein Thema ist: der Hochwasserschutz. Selbstredend ist es auch ein Thema für Jochen Baral. Es sei oberstes Gebot, die größtmögliche Sicherheit für Neckartenzlingen zu erreichen. Als neuer Schultes würde der 44-Jährige auch einen genauen Blick auf die Infrastruktur richten: Straßennetz, ÖPNV, Radwege, Fußgängerwege, Wasser- und Energieversorgung sowie Datenleitungen. Das sei auch wichtig für ortsansässigen Unternehmen, die das Gerüst „für die Handlungsfähigkeit der Gemeinde“ stellten.

Wichtig sind Jochen Baral auch die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Dies sei wichtig und unabdingbar für die Gemeinschaft und war das Thema seiner Diplomarbeit: „Ehrenamt – ein unabdingbarer Bestandteil unserer Gesellschaft“.

Ein weiteres Thema nicht nur in Neckartenzlingen, das die Bürger bewegt, ist die Unterbringung von Flüchtlingen. „Wir können hier unseren wichtigsten Werte  mit unserem Engagement vermitteln. Ganz oben steht für mich, die Achtung der Menschenwürde.“

Jochen Baral wurde 1972 in Kirchheim/Teck geboren.

Aufgewachsen ist er in Neckartenzlingen, wo er bis heute lebt. Der 44-Jährige ist verheiratet und zwei Stieftöchter.

Jochen Baral ist gelernter Bankkaufmann und Sozialpädagoge. Er leitet seit vielen Jahren das Jugendzentrum in Neuhausen/Fildern.

Seit 15 Jahren ist Jochen Baral Erster Vorsitzender der TTF Neckartenzlingen, deren Gründungsmitglied er ist.

Seit dem vergangenen Jahr ist der 44-Jährige  Sprecher der Gruppe „Begegnung in Bewegung“ im neu gegründeten Freundeskreis WIR

Seit 2009 sitzt Baral für die SPD im Gemeinderat  und ist seit diesem Jahr Erster stellvertretender Bürgermeister.

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