Die beste Erfindung seit dem Hopfenanbau

Zur Halbzeit des ersten Böhringer Frühlingsfestes in der Hirschbrauerei, zünftig in Gwand und Dirndl, eröffneten MdB Donth und Regierungspräsident Strampfer die vierte Biosphären-Woche.

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Dass die Regierungspräsidien immer so pingelig sein müssen: Drei Schläge mit dem Hammer auf den Zapfhahn, und das Ding saß ohne einen Tropfen Schankverlust im Bierfass.

Selbst Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte bei der Jubiläumsveranstaltung im Gestüt Marbach mehr Anlauf gebraucht. Regierungspräsident Hermann Strampfer fehlte am Auftritt des Abgeordneten Michael Donth bei der Eröffnung der vierten Biosphären-Woche in Böhringen die Dramatik: „Es gehört einfach dazu, dass es spritzt und zischt. Das ist mir vor zwei Jahren in Bad Urach viel besser gelungen. In Zwiefalten waren drei Personen nass. Michael, du kannst ja noch üben.“

Angesteckt von der guten Stimmung zum ersten Frühlingsfest in der Böhringer Hirschbrauerei philosophierte der Regierungspräsident aus Tübingen: „Das Biosphärengebiet ist die beste Erfindung seit dem Hopfenanbau. Hier ist der Rock rockiger, das Bier spritziger, sogar die Bürgermeister sind netter als anderswo“. Strampfer offiziell: „Das Biosphärengebiet wird getragen von den Menschen. Von Familienunternehmen wie der Böhringer Hirschbrauerei – ein Juwel hier bei uns.“ Für den Einheimischen Michael Donth ist die Biosphäre „der Versuch, anderen Regionen zu zeigen wie’s geht, wunderbare Produkte so unter die Menschen zu bringen, dass es auch noch Spaß macht. Wir feiern heute das Opening der Biosphären-Woche, 500 Jahre Marbach und in der Steigerung fünf Jahre BoizBänd“. Die offizielle Coverband im Biosphärengebiet hatte als Vorgruppe „5,0“ aus dem Echaztal mitgebracht. Trotz Pokal-Endspiel und DJ-Party am Vortag war die Produktionshalle der Böhringer Traditionsbrauerei am Samstagabend ein Hotspot an der Albkante, der vor Festlaune kochte. Biersommeliere Stephanie Spitzer, Marketingleiterin und fünfte Generation im familiengeführten Unternehmen, präsentierte beim Fassanstich ein brandneues Biosphärenprodukt regionaler Herkunft: ein radlerspritziges, naturtrübes Sommerbier.

Nur eine von zwei Alb-Innovationen. Auf Anfrage des Schwäbischen Albvereins entstand schon im vergangenen Oktober in Kooperation mit dem Biosphärengebiet das „Albverführer-Bier“, in der handlichen Bügelflasche und mit dem Gütesigel Baden-Württemberg versehen. Für die kleine Familienbrauerei ein authentischer Markenartikel unter dem Biosphärenschirm.

Triebfeder hinter der anerkannten Kooperation ist Braumeister und Seniorchef Johann Spitzer, der seine schmale Jahresproduktion bisher exklusiv auf der Münsinger Alb und in der nächsten Nachbarschaft vertreibt.

Die vierte Biosphären-Woche lädt noch bis zum 25. Mai ein, das „schwäbische Großschutzgebiet“ aus vielseitigen Blickwinkeln kennen zu lernen. 90 Aktionen und Veranstaltungen aus Kunst, Kultur, Tradition und Kulinarik inmitten traumhafter Naturlandschaften bieten bis dahin jede Menge Abwechslung. Programmhefte liegen in den Rathäusern und Informationszentren des Biosphärengebietes aus. Online unter www.biosphaerengebiet-alb.de.

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