Der Wald lässt aufatmen

Der Grabenstetter Wald macht doppelt Freude, denn er ist nicht nur Naherholungsgebiet mit Weitblick, sondern auch eine fast sichere Bank für mehr Einnahmen aus Holzerlösen als geplant.

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Der Grabenstetter Wald hat doppelten Erholungsfaktor. Der eine ist rein menschlicher Natur als Naherholungsmöglichkeit für Körper, Geist und Seele sowie Freude an der Natur mit Weitblick an manchen Stellen über die Uracher Alb und ins Tal.

Der andere Erholungsfaktor ist monetärer Art - für den Haushaltsplan. 38 000 Euro Reinertrag aus Holzerlösen flossen 2013 in die Haushaltskasse, geplant waren 15 000. Für das laufende Jahr sind 6000 Euro geplant, aber es könnten durchaus 15 bis 16 000 Euro werden, wie Revierförster Steffen Genkinger am Dienstag dem Gemeinderat berichtete. Genaueres könne man erst nach der Abrechnung des letzten Hiebes im Zusammenhang mit der Sperrung der Lenninger Steige sagen.

Für 2015 sind im Forstbetriebsplan, der vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde, 10 800 Euro Einnahmen geplant. Genkinger wies darauf hin, dass allein die Unterhaltung der Waldwege durchschnittlich 5500 Euro jährlich koste und man theoretisch trotzdem den Erlös erhöhen könnte, wenn man zum Beispiel den Fichtenholzeinschlag komplett in einem Jahr machen würde, "aber dann fehlt in den nächsten Jahren der Erlös", so Genkinger. Grundsätzlich werde "nur soviel geschlagen wie nachwächst", wies er auf das Prinzip der Nachhaltigkeit hin.

Man könne auch etwas mehr Buche schlagen, aber der Preis sei momentan niedrig. Da sei es besser zu warten, denn die Tendenz für das Holz sei leicht steigend. Zum besonders guten Betriebsergebnis 2013 habe die günstige Witterung beigetragen, die gutes Arbeiten ermöglicht habe. Außerdem hatte sich in dem Jahr der Fichtenholzmarktpreis sehr positiv entwickelt.

Insgesamt seien die Kosten für Kulturmaßnahmen im Grabenstetter Wald gering, denn hier funktioniere die Naturverjüngung sehr gut, informierte Genkinger das teilweise neue Gremium, mit dem er eigentlich noch in diesem Jahr einen Waldumgang machen wollte. Der wird aus Termingründen nun voraussichtlich im Mai nächsten Jahres stattfinden, so dass sich auch die neuen Ratsmitglieder ein Bild vor Ort von dem machen können, was Mensch und Konto aufatmen lässt.

Auf den Eichenprozessionsspinner angesprochen, sagte Genkinger: "Der Eichenprozessionsspinner macht tatsächlich vielerorts Probleme, aber nicht uns. Hier wächst wenig Eiche. Wir liegen klimatisch am Rande. Der Eiche gefällt es hier nicht besonders." Dem Spinner folglich auch nicht.

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