Brennholz bleibt im Preis unverändert

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In der Vorderen Wachterhalte im Beurerhau bei Donnstetten konnten sich die Räte bei der zweiten Station des Waldumgangs über die Waldwegeerhaltung informieren. Die dortigen  wurden erst kürzlich erneuert, das Profil wiederhergestellt und gegebenfalls Material eingebaut. „Eigentlich sollten wir das auf allen Wegen einmal im Jahr machen“, sagte Genkinger. Realistisch sei aber ein Rhythmus von zwei Jahren. Die Gemeinde unterhält rund 50 Kilometer Waldwege. „Insgesamt haben wir relativ gute Wege“, bilanzierte der Förster.

Letzte Station des Waldumgangs war der Distrikt XXIV Heuberg bei Zainingen. 2014 hatte es dort Nebel, Wind und Frost massive Schäden durch Eisbruch gegeben. „Die Eisfahnen waren zwischen 35 und 40 Zentimeter lang“, staunt Genkinger noch heute über die leise und schaurig-schöne Naturgewalt. „Die Bäume sind regelrecht zusammengebrochen.“ Allein im Gemeindewald mussten 400 Festmeter Holz gemacht werden. Immer noch stehen einige Bäume, denen der Eisbruch die Krone abgebrochen hatte. Auch diese Bäume müssen gefällt werden, „denn ohne Kronen werden sie von innen her faulen“. Buchenwildlinge sollen die durch den Eisbruch gerissenen Lücken am Waldrand langfristig schließen.

Abschluss beim Schi-Club

Hier werden die Waldarbeiter gefragt sein, um eine Verbuschung durch Heckenkirsche, Brombeere, Haselnuss und Weide zu verhindern. „Von Natur aus bekommen wir hier keinen richtigen Wald“, machte Genkinger den Räten deutlich, ehe es zum Abschluss dieser „besonderen“ Gemeinderatssitzung in die Hütte des Schi-Clubs Hülben ging, der selbst ein großer Waldbesitzer in Römerstein ist. Dort beschlossen die Gemeinderäte, die Brennholzpreise unverändert zu halten.

Außerdem bestätigten die Räte die Feststellung der Waldrechnung für das Forstwirtschaftsjahr 2015. Dieses schloss der Forst mit großem Erfolg ab: Der Überschuss für den Gemeindehaushalt lag bei über 80 000 Euro – geplant war ursprünglich ein Plus in Höhe von rund 37 000 Euro. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 3000 Festmeter Holz geerntet, 78 Prozent davon durch planmäßigen Einschlag, den Rest bedingten externe Faktoren wie der Eisbruch, das Eschentriebsterben und der Borkenkäferbefall.

Neu gepflanzt wurde ebenfalls: Insgesamt 1085 Bäume, vor allem Weißtannen (800 Stück) und Fichten (521).  Hinzu kamen 150 Bergahorne und jeweils 100 Douglasien und Stieleichen. 50 Feldahorne und 10 Kirschen benennt der Forstbericht zudem. Auf 17 Hektar Flächen wurde  eine Kultursicherung sowie eine Bestandspflege vorgenommen. ath

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