Beim 2000. Flug über 900 Kilometer geschafft

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Landesweit lockte das Frühsommerwetter am vergangenen Wochenende – vor allem am Sonntag – die Menschen vor die Tür und die Segelflieger an den Himmel. Die sechste Runde in der zweiten Segelflug-Bundesliga brachte große und schnelle Flüge in ganz Deutschland.

Für die Mannschaft der Fliegergruppe Grabenstetten schaffte Patrick Kutschat den weitesten und schnellsten Flug: Für den Langstreckenexperten war es nicht nur der zweitausendste Flug in einem Segelflugzeug, sondern mit über 900 Kilometern Flugstrecke auch einer von der längeren Sorte. Über die westliche Alb, den Schwarzwald entlang nach Norden, durch den Kraichgau bis in den Odenwald lief es gut – mehr Schwierigkeiten machte der Rückweg im Nordosten: „Bei Bad Mergentheim und östlich davon waren die Wolken ein Zeit lang sehr ausgebreitet – da ging es kaum noch weiter“, berichtet Kutschat.

Ausgebreitete Wolken bedeuten wenig Sonne, und somit nur noch wenige und schwache  Aufwinde für die Segelflieger. Da gilt es, geduldig zu sein und auch mal in einem schwachen Aufwind in die Höhe zu steigen, um dann im Gleitflug wieder in ein sonnigeres Gebiet zu kommen. Die Besserung kam für Kutschat, sobald er bei Aalen wieder über die Schwäbische Alb kam – es lief sogar so gut, dass er den Spätnachmittag noch für einen zweiten Ausflug in Richtung Schwarzwald nutzen und so auf 909 Kilometer verlängern konnte.

Mit 97,6 Stundenkilometern im Mittel  war dies der schnellste Flug für die Piloten von der Vorderen Alb. Die weiteren Ligaflüge lieferten Heinz Brujmann (89 Stundenkilometer) und Henrik Theiss (87).

Der Rundensieg ging diesmal nach Niedersachsen an den Luftsportverein Oldenburg: Mit Schnitten bis zu 120 Stundenkilometern über der Lüneburger Heide zeigten die Nordlichter, wo es lang geht. Dadurch zogen die Oldenburger in der Tabelle an Ludwigshafen vorbei und stehen jetzt auf Rang zwei. Dicht auf den Fersen waren ihnen die Piloten aus Bad Wörishofen, Kamenz und der Aeroclub Esslingen – an Regionalproporz fehlte es diesmal nicht, denn die recht gleichmäßigen Wetterbedingungen ermöglichten fast überall schnelle Segelflüge.

Abstiegsränge vermieden

Von der Schwäbischen Alb aus erflog Laichingen das beste Ergebnis (Platz 8, mit drei Flügen über 105 Stundenkilometer). An der Tabellenspitze konnten die Piloten aus Stadtlohn im Münsterland – diese Runde auf Platz fünf – ihre schon seit vier Wochen andauernde Führung verteidigen.

Grabenstetten war langsamer unterwegs muss sich mit Rundenplatz 21 zufrieden geben –  kein Grund zum Jubeln, aber zumindest genug, um Rang 22 in der Tabelle zu halten und das Abrutschen in die Abstiegsränge zu verhindern.

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