Backhaus in Würtingen wird saniert

Am Würtinger Backhaus zeigen sich deutliche Schäden. Diese zu beseitigen, hat der St. Johanner Gemeinderat am Mittwoch beschlossen. Allerdings werden zunächst nur die dringend notwendigen Arbeiten erledigt.

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Am Würtinger Backhaus ist manches marode, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Foto: Simon Wagner

Es ist ein Ort der Brauchtumspflege, ein Kommunikationszentrum und eine Visitenkarte für Würtingen. Am historischen Backhaus, im Zentrum des St. Johanner Ortsteils gelegen, nagt jedoch der Zahn der Zeit. Und dieser hat inzwischen recht deutliche Schrammen hinterlassen. Sie zu beseitigen, beschloss der St. Johanner Gemeinderat nun am Mittwoch in einer Grundsatzentscheidung.

Auf der Liste der drängendsten Arbeiten ganz oben stehen etwa das große, hölzerne Tor und der nördliche Fachwerkgiebel (oberes Giebeldreieck). Sie sind derart mitgenommen, dass ihr Ersatz keinerlei Aufschub duldet. In diesem Zuge sollen auch gleich anlaufende Teile wie Dachränder und Dachrinnen ausgetauscht werden, aber auch Putz- und Elektroarbeiten über die Bühne gehen.

So sieht es jedenfalls der Maßnahmenkatalog zur Sanierung des Würtinger Backhauses vor, der von der Gemeindeverwaltung geprüft wurde und der Gewerke auflistet, die als "unabweisbar" angesehen werden. Zusammen mit begleitenden Arbeiten kommt das Paket auf ein Gesamtvolumen von rund 25 000 Euro. Auf 21 000 Euro belief sich die Kostenschätzung aus dem Oktober 2011.

Die nun einstimmig akzeptierten Maßnahmen kommen dabei dem Erhalt der baulichen Substanz zu Gute und sind daher grundsätzlich förderfähig, wie Bürgermeister Eberhard Wolf im Gemeinderat ausführte. Die Gemeinde rechnet mit einem 60-prozentigen Zuschuss im Rahmen der Ortssanierung Würtingen.

Explizit ausgenommen sind in der Liste der Arbeiten jene, die zwar wünschenswert, aber eben derzeit nicht als dringend notwendig erscheinen. Dazu zählen etwa weitere Elektroinstallationen, die Renovierung der Trachtenstube im Obergeschoss des Gebäudes, die Modernisierung der Heizung oder aber die Sanierung der Toiletten-Anlage. Hier veranschlagt die Gemeinde zusammen nochmals rund 24 500 Euro.

Bevor jedoch über die weiteren Maßnahmen entschieden wird, sollen zusammen mit den Nutzern des Hauses die einzelnen Gewerke auf ihre Dringlichkeit abgeklopft werden. Die Trachtengruppe St. Johann habe in diesem Zusammenhang bereits signalisiert, dass nicht jede der angedachten Maßnahmen tatsächlich auch notwendig sei, berichtete Wolf. Dennoch billigte der Rat für die bereits im Haushalt 2012 eingestellten Mittel einen Haushaltsausgaberest von 30 000 Euro.

Mit der Akzeptanz der vorangestellten Arbeiten zum Erhalt der Bausubstanz wurde zeitgleich der Ortschaftsrat Würtingen vom Gemeindegremium damit beauftragt, die Ausschreibung für die einzelnen Maßnahmen zu veranlassen. Nach der Hauptsatzung der Gemeinde St. Johann sind die Ortsgremien befugt, Maßnahmen bis zu 30 000 Euro zu verantworten.

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