Auto-Absatzkrise trifft auch Elring Klinger Einbußen im vierten Quartal 2012

Elring Klinger macht die schwächelnde europäische Autoindustrie zu schaffen. Die Bilanz, die das Unternehmen gestern zum vierten Quartal 2012 vorlegte, weist Einbußen bei Umsatz und Gewinn aus.

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Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 148,7 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 136 Millionen Euro, teilte das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen mit. Auch der Gewinn sank. Besonders schwach zeigte sich laut Unternehmen allerdings die Umsatzentwicklung im Ersatzteilgeschäft und bei der Elring Klinger Kunststofftechnik. Der anteilige Beitrag dieser ertragsstärkeren Segmente zum Konzernumsatz "stellte sich dementsprechend im vierten Quartal außergewöhnlich ungünstig dar", heißt es in einer Mitteilung. Gleichzeitig waren die Umsatzerlöse im Vergleich zum dritten Quartal von einem deutlich höheren Anteil an margenschwächeren Werkzeugumsätzen für 2013 anlaufende Serienprojekte geprägt.

Der extrem schwache westeuropäische Fahrzeugmarkt im Zusammenwirken mit dem Bestandsabbau einiger Kunden bedingte bei der französischen Tochtergesellschaft Elring Klinger Meillor SAS im vierten Quartal eine Verschlechterung der Ertragssituation gegenüber dem Vorquartal um rund 1,1 Millionen Euro. Erfreulich habe sich dagegen der Abgasspezialist Hug Engineering AG entwickelt, der im vierten Quartal erstmals einen leicht positiven Beitrag zum Ergebnis vor Ertragsteuern lieferte und mehrere Aufträge zur Lieferung von Abgassystemen für Kraftwerke und Schiffe akquirieren konnte.

Das operative Ergebnis lag im vierten Quartal 2012 bei 25,8 (27,2) Millionen Euro. Das EBIT, in dem im Unterschied zum operativen Ergebnis Währungskursgewinne und -verluste berücksichtigt sind, wurde im vierten Quartal von negativen Währungskurseffekten in Höhe von 1,4 Millionen Euro und Kaufpreisallokationen von 0,5 Millionen Euro gemindert: Damit erreichte das EBIT 24,4 (27) Millionen Euro. Die Erlöse 2012 stiegen bei Elring Klinger etwas stärker als erwartet. Der Umsatz stieg um 9,1 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einer Besserung. Die Aktien sackten um 9,41 Prozent auf 25,45 Euro ab und waren damit laut Börsenberichten schwächster Wert im MDax.

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