Aufholjagd in warmer Luft

Die Aufholjagd der Grabenstetter Segelflieger geht weiter: Seit mittlerweile sechs Runden rollen die Piloten der Fliegergruppe das Feld von hinten auf.

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Am vergangenen Sonntag sind sie zum ersten Mal in dieser Saison in die vordere Hälfte der Tabelle aufgerückt. „Warmluft“ war diesmal das Stichwort: Gerade an warmen Sommertagen sind die thermischen Aufwinde für die Segelflieger oft schwer zu fassen, und schon ein halber Kreis in sinkender Luft kann viele Höhenmeter und somit wertvolle Zeit und Geschwindigkeit kosten. Ein Glück, wenn die Aufwinde mit Schönwetter-Wölkchen markiert sind und nah beieinander liegen. So war es am Sonntag über der Alb. Dann können die Flieger unter den Wolken auch im Geradeausflug Höhe gewinnen und müssen weniger Zeit für den Höhengewinn im Kreisflug aufbringen. Das treibt die Geschwindigkeit nach oben.

Frederik Widmaier hat diese Strategie am besten umgesetzt: Nach Südwesten bis kurz vor Donaueschingen, nach Nordosten um das Nördlinger Ries herum bis nach Eichstätt und wieder zurück führte ihn sein 435 Kilometer langer Flug, bei dem er im Mittel 98,5 Stundenkilometer schnell war. Henrik Theiss verfolgte zwar dieselbe Strategie, wählte aber einen anderen Flugweg: Am Südrand der Alb, parallel zur Donau, schaffte er 90 Stundenkilometer. Komplett wurde das Ergebnis, das stets aus der Summe der Geschwindigkeiten der drei schnellsten Piloten eines Vereins besteht, durch Erich Sigel mit einem Schnitt von 89 Stundenkilometern.

Platz vier in der aktuellen Runde war der Lohn, und mit Rang 14 von 30 sind die Flieger von der Vorderen Alb zum ersten Mal in dieser Saison in der vorderen Tabellenhälfte gelandet. Den Rundensieg holte sich der Aero-Club Berlin, der mit bis zu 107 Stundenkilometern unterwegs war, gefolgt von Boberg bei Hamburg und der FG Freudenstadt. An der Tabellenspitze liefern sich Boberg und Gifhorn (Niedersachsen) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Noch zwei Wochenenden bleiben, um in der 2. Segelflug-Bundesliga zu punkten. Am 20. und 21. August endet die Saison.

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