Auf einem guten Weg

Im Grafenberger Rathaus wähnt man sich was die Gemeindefinanzen betrifft auf einem guten Weg. Der Haushaltsplan 2016 ist genehmigt und die ersten Wochen im neuen Jahr sind gut gelaufen.

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Bezüglich der Gemeindefinanzen ist man in Grafenberg im laufenden Jahr auf einem guten Weg.  Foto: 

Nachdem die Kommunalaufsicht im Landratsamt Reutlingen den Haushaltsplan 2016 genehmigt hatte, hat man im Grafenberger Rathaus aufgeatmet, obwohl Bürgermeisterin Annette Bauer und Kämmerin Susanne Girod im Vorfeld guter Dinge waren.

Dass es im laufenden Haushaltsjahr bisher ganz gut läuft, machte auch der Zwischenbericht deutlich, den Susanne Girod am Dienstag dem Gemeinderat gegeben hat.

Erfreuliches konnte die Kämmerin aus dem Bereich des Verwaltungshaushalts bekannt geben. Hier gibt es Mehreinnahmen bei der Finanzzuweisung für die Kinderbetreuung in Höhe von 4000 Euro. Im Personalbereich gibt es laut Girod zurzeit Mitarbeiter, die längerfristig ausfallen und deshalb aus der Lohnfortzahlung in eine Krankengeldzahlung überführt wurden. "Diese Mitarbeiter", so Susanne Girod, "werden durch vorhandenes Personal aufgefangen." Deshalb seien entsprechende Einsparungen zu erwarten.

Bei den Einnahmen sind laut Susanne Girod kleinere Nachzahlungen verbucht worden. Bei der Grundsteuer B ist es ein Plus von 3800 Euro, bei der Hundesteuer von 1578 Euro und bei der Vergnügungssteuer 1400 Euro. Außerdem gibt es eine Nachzahlung aus der Einkommenssteuer 2015 in Höhe von 28.200 Euro. "Bei der Gewerbesteuer", so die Kämmerin, " ist eine Hochrechnung nur bedingt möglich. Nach heutigem Stand ist ein Erreichen des Planansatzes durchaus realistisch."

Erfreulich sieht es laut Girod auch im Vermögenshaushalt aus. "Nach aktuellem Stand", so Susanne Girod, "können diese eingehalten werden." Genaueres könne dann im Halbjahresbericht gesagt werden.

Weniger Erfreuliches hatte die Kämmerin über das Haushaltsjahr 2015 zu berichten. Dort wurde mit einer Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt in Höhe von 336.000 Euro geplant. Dies konnte jedoch nicht erreicht werden. Hauptursache dafür ist der Planansatz bei der Gewerbesteuer, der um mehr als 315.000 Euro nicht gehalten werden konnte. "Dies" so die Kämmerin, "wirkt sich auf die Situation im Vermögenshaushalt aus. Ein großer Unsicherheitsfaktor ist die Frage, welche Auswirkungen, Korrekturen und Veränderungen insbesondere nach Vorliegen des Berichts der Gemeindeprüfanstalt erforderlich sein werden."

Doch damit nicht genug. Auch die Bildung der Haushaltsreste für das Jahr 2015 wird sich auf den Jahresabschluss auswirken. "Insgesamt", so Susanne Girod, "ist das Jahr 2015 noch nicht abschließend bewertbar. Es ist im Moment allerdings von einem Fehlbetrag auszugehen." Eben diese besagten 315.000 Euro. Auf Nachfrage von Gemeinderat Manfred Knöll war zu erfahren, dass dieser Betrag im Haushaltsplan 2017 abgedeckt werden soll.

Das Jahr 2015 birgt also mit Blick auf den Jahresabschluss "unangenehme Unwägbarkeiten". Dafür lässt sich, laut Kämmerin Susanne Girod, für das Jahr 2016 feststellen, dass "keine gravierenden Abweichungen von der Planung zu erwarten sind". Bürgermeisterin Annette Bauer stellte deshalb mit Erleichterung fest, dass man im Jahr 2016 trotz der engen Spielräume etwas erreichen könne.

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