Auf den Bedarf reagieren

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Seit der Eröffnung der Kinderkrippe in der Gutenbergstraße ist die Gemeinde Riederich in der Kinderbetreuung recht gut aufgestellt. Doch der „Markt“ ist immer in Bewegung, und so müssen sich auch die Kommunen darauf einstellen und in der Lage sein, auf Veränderungen reagieren zu können. Um auf dem aktuellen Stand dessen zu sein, was die Eltern von Kleinkindern für einen Betreuungsbedarf haben, hat die Gemeindeverwaltung alle Eltern mit Kindern bis zu fünf Jahren angeschrieben. Schon zuvor war laut Hauptamtsleiter Ralf Barth die Nachfrage nach verlängerten Öffnungszeiten und Ganztagesplätzen steigend.

Obwohl die Rücklaufquote der Umfrage nur bei 55 Prozent lag, hat sich herausgestellt, dass der Bedarf so groß ist, dass eine weitere Gruppe mit Ganztagsbetreuung eingerichtet werden sollte. Die Frage ist nur, wo man das tun könnte. Klar ist, so Bürgermeister Tobias Pokrop, dass Riederich nicht an allen Standorten alles anbieten könne. Der Bürgermeister findet die Rücklaufquote „nicht so toll“ aber: „Wir können nicht mehr tun, als die Leute zu fragen.“ Trotzdem stellt Pokrop fest, dass sich der Bedarf hin zu längeren Betreuungszeiten verschiebt. Er sagt aber auch, dass es eine breite Streuung in der Betreuung von Kindern in Riederich gebe: Regelkindergarten, Kindergarten mit verlängerten Öffnungszeiten und Ganztagsbetreuung.

In letzterer besteht also Bedarf für eine weitere Gruppe. Die Möglichkeit für eine kurzfristige Reaktion sieht der Bürgermeister im Kindergarten Bismarckstraße. Freilich wäre erst mal zu prüfen, welche Kosten da auf die Gemeinde zukämen. Denn eine Gruppe in Ganztagsbetreuung benötigt einen Essensraum, einen Schlafraum, angeschafft werden müssen eine Spülmaschine und ein Kühlschrank sowie weitere Geschirr- und Küchenutensilien. Nicht zuletzt müsste das Personal aufgestockt werden. Bei Gemeinderätin Johanna Kruppa fiel der Vorschlag Bismarckstraße auf Unverständnis. „Vor fünf Jahren“, sagte sie, „hieß es, der Kindergarten Bismarckstraße sei nicht mehr sanierungsfähig, und jetzt sollen wir dort eine Menge Geld investieren.“ Gemeinderat Ulrich Sensbach sprach gar von einem „Flickwerk“. Dies wies Pokrop weit von sich. Man müsse jetzt eben kurzfristig auf den Bedarf reagieren. „In der Kinderbetreuung“, so Bürgermeister Tobias Pokrop, „werden wir uns künftig immer bewegen müssen und auf veränderten Bedarf reagieren.“

So wurde die Verwaltung mit 13 zu zwei Stimmen damit beauftragt, „die notwendigen Anschaffungen zur vorübergehenden Einrichtung einer Ganztagesgruppe mit Verpflegung im Kindergarten Bismarckstraße“ weiter zu untersuchen.

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