ANGEDACHT: Steigst du in die Schubkarre?

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Ein Seiltänzer führt in schwindelnder Höhe seine Kunststücke vor. Zum Schluss die Hauptattraktion: Er schiebt eine Schubkarre über das schwankende Seil. Als er sicher auf der anderen Seite angekommen ist, fragt er die Zuschauer, ob sie es ihm zutrauen, die Karre auch wieder zurückzuschieben. Die Menge klatscht begeistert Beifall. Er fragt aber noch ein zweites Mal, und wieder erhält er zustimmenden Beifall.

Dann fragt er einen einzelnen, der unten steht: "Sie, trauen Sie es mir auch zu, dass ich die Karre wieder zurückschiebe?" "Aber sicher!" ruft der zurück und klatscht. "Dann", sagt der Akrobat, "dann kommen Sie doch herauf und steigen Sie ein, dann schiebe ich Sie hinüber!" Nein, so hatte er es nicht gemeint, er wollte doch Zuschauer bleiben. . ..

Steigst du in die Schubkarre? Bei den Konfirmationen in diesen Wochen werden viele Jugendliche ebenfalls gefragt, ob sie ein Wagnis eingehen wollen: Vertraust du dich Jesus an? Machst du dich mit ihm auf den Weg durchs Leben?

Konfirmation heißt übersetzt Bestätigung, Bekräftigung. Die Konfirmanden - und mit ihnen wir alle - sind gefragt und aufgefordert, ihren Weg mit Gott und in der Gemeinde zu bestätigen, Jesus Christus ihr Ja zu geben, in das Bekenntnis des Glaubens einzustimmen.

Doch es gibt noch eine zweite Seite von Konfirmation, die mindestens genauso wichtig ist: Denn hier bekräftigen nicht nur Menschen ihr Ja zu Gott, sondern Gott bestätigt auch sein Ja zu uns. Schon in der Taufe hat er das gezeigt: "Ich habe dich lieb. Ich will ein fürsorglicher Vater für dich sein. Du darfst und sollst mein Kind sein."

Dass dieses Ja von ihm her unumstößlich gilt, bestätigt Gott bei der Konfirmation.

Konfirmation ist also ein doppeltes Festmachen: Gott bekräftigt sein Ja zu uns. Gleichzeitig lädt er uns ein, ihm mit unserem ganzen Leben unser Ja zu geben.

Den Schluss der Seiltänzer-Geschichte möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Plötzlich meldet sich ein Junge. "Ich setze mich in die Karre", ruft er, klettert hinauf, und unter dem gespannten Schweigen der Menge schiebt der Mann das Kind über das Seil. Als er am anderen Ende ankommt, klatschen alle begeistert Beifall. Einer fragt den Jungen: "Sag, hattest du keine Angst da oben?" "Oh nein", lacht der, "der mich über das Seil schob, ist ja - mein Vater!"

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