Alb-Piloten starten durch

Bisher hatten es die Segelflieger von der Vorderen Alb wahrlich nicht leicht: An zwei von drei Wochenenden konnten sie auf Grund des schlechten Wetters nicht an der Segelflug-Bundesliga teilnehmen.

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Der vergangene Sonntag brachte den Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten endlich beste Bedingungen fürs motorlose Fliegen. Den ganzen Tag über gab es viel Sonne und zahlreiche blumenkohlförmige Cumulus-Wolken, die den Fliegern die Position der Aufwinde anzeigen. Von Grabenstetten aus gelang drei Piloten ein Flug von mehr als 700 Kilometern. Frederik Widmaier und Marc Schneider konnten in großen Dreiecken bis in den Oberpfälzer Wald, weit hinter Nürnberg, fliegen. Nico Walker flog bis in den Thüringer Wald, 250 Kilometer entfernt von der schwäbischen Heimat, und wieder zurück. "Der Hinweg war zum Teil etwas schwierig, deshalb kam ich später dort an als geplant", kommentiert Walker. "Der Rückweg nördlich am gesperrten Luftraum des Nürnberger Flughafens vorbei lief zum Glück sehr gut." Das sieht man auch an den Geschwindigkeiten: Walker und Schneider waren mit durchschnittlich knapp über 101 Stundenkilometer die schnellsten. Raphael Ladner steuerte mit 97 Stundenkilometer den dritten Flug für die Bundesliga-Wertung bei.

Aber da die Bedingungen in ganz Süddeutschland sehr gut waren, war auch die Konkurrenz sehr flott unterwegs: Den Rundensieg holten sich diesmal die Flieger aus Landau in der Pfalz. Sie waren mit bis zu 117 Stundenkilometern die schnellsten in der zweiten Segelflugbundesliga, es folgen Freudenstadt und Mannheim auf den Plätzen zwei und drei. Grabenstetten erreichte Rundenplatz elf knapp hinter Singen am Hohentwiel und Ravensburg.

Die Albflieger konnten ihre Position in der Tabelle wieder verbessern und bewegen sich nach der Wettermisere am Wochenende zuvor nun wieder im Mittelfeld auf Platz 15.

Im Luftraum über der Region war diesmal besonders viel los: Auf dem Flugplatz Hahnweide bei Kirchheim/Teck findet zurzeit ein großer zentraler Streckenflug-Wettbewerb mit über 100 Flugzeugen statt.

Um auch bei dieser Menge an Flugverkehr Zusammenstöße zu vermeiden, sind mittlerweile die meisten Segelflugzeuge mit speziellen Kollisionswarngeräten ausgestattet, die den Piloten bei der Beobachtung des Luftraums unterstützen.

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