Alb-Fliegern fehlt der Aufwind

Seit dem vergangenen Wochenende sind die Grabenstetter Segelflieger in einer anderen Liga unterwegs: Die Wettkampfsaison hat begonnen.

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Im August vergangenen Jahres sicherten sich die Überflieger von der Vorderen Alb, woran sie seit Jahren arbeiteten: den Aufstieg in die Zweite Segelflug-Bundesliga.

Mit der Ausrichtung der Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften der Junioren hat die Fliegergruppe Grabenstetten bereits im vergangenen Sommer weit über die Region hinaus auf sich aufmerksam gemacht. Im Winter konnte der Verein seinen Flugzeugpark um ein weiteres Segelflugzeug der vor allem bei Junioren beliebten Standardklasse erweitern. "Wir haben uns angestrengt und haben vor allem in unsere Jugend viel investiert", erläutert der Erste Vorsitzende der Fliegergruppe, Holger Giese. "Ich bin überzeugt, dass sich die Investitionen in dieser Saison auszahlen."

In der Segelflug-Bundesliga messen sich 30 Vereine aus ganz Deutschland im Streckensegelflug. Es geht darum, innerhalb von zweieinhalb Stunden am Samstag oder Sonntagnachmittag möglichst viele Kilometer zurückzulegen, also möglichst schnell zu sein. Die drei größten Durchschnittsgeschwindigkeiten werden addiert und gewertet. Der schnellste Verein erhält 20 Punkte für seine Mühen, der zweite 19 und so weiter. Bis Ende August geht es nun an jedem Wochenende darum, Gas zu geben in der Bundesliga. Aber natürlich nur im übertragenen Sinne, denn schließlich legen Segelflieger ihre Strecken im lautlosen Gleitflug ohne Motorkraft zurück. Sie nutzen dazu thermische Aufwinde, die dadurch entstehen, dass die Sonne die bodennahe Luft erwärmt und zum Aufsteigen bringt. Der Motor ist allein die Sonne. Viele hundert Kilometer kommen dabei oft bei einem einzigen Flug zusammen, und Flugzeiten von sieben oder acht Stunden sind keine Seltenheit. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit und die Piloten treffen im richtigen Moment die korrekte Entscheidungen.

Am vergangenen Wochenende war nun die erste Gelegenheit, sich in der Liga zu beweisen. Allerdings war durch das Drachenfest auf dem Flugplatz Grabenstetten viel Personal an den Boden gebunden, und das Wetter wollte auf der Alb gar nicht so recht mitspielen. Andauernd zogen Regenschauer übers Ländle. Der Osten Deutschlands war deutlich im Vorteil. Die Fliegergruppe Grabenstetten musste sich gleich zu Beginn mit einer Nullrunde zufrieden geben. Der einzige Trost: Den anderen Südwest-Vereinen ging es nicht besser. Auch die Flieger in Esslingen, Ravensburg, Freudenstadt und Schwäbisch Hall mussten am Boden bleiben. Die erste Runde gewann das Aeroteam Klix (Sachsen) mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit über 100 Kilometer pro Stunde.

Aber schon am kommenden Wochenende soll die Aufholjagd der Alb-Flieger aus Grabenstetten beginnen, die Flugsaison ist schließlich noch jung.

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