Spitzen und Skulpturen
Wer hätte gedacht, dass in Römerstein so viele Künstler zu finden sind? Das Ergebnis ihres Schaffens konnte in den vergangenen Tagen begutachtet werden - was viele Besucher denn auch taten.
Autor: NORBERT LEISTER |Faszinierende gemalte Bilder der unterschiedlichsten Stilrichtungen und Techniken, fesselnde Fotografien, bewegende Skulpturen, filigrane geklöppelte Spitzen, getöpferte Kunstwerke - all das und noch einiges mehr war am Wochenende in der Böhringer Festhalle zu sehen.
Römersteins Bürgermeister Michael Donth hatte am Freitagabend zu Beginn der Ausstellung die Besucher aufgefordert "mit offenen Augen durch diese Ausstellung gehen und sich auf die Fotos, Bilder, Mosaiken, Skulpturen, Krippen oder Spitzen einzulassen". Denn: "Nur wer die Kunstwerke auf sich wirken lässt, der kann die Empfindungen derer erfassen, die hinter diesen Werken stehen."
Insgesamt 14 Hobbykünstler hatten sich in Römerstein gefunden, um an der ersten Ausstellung dieser Art zu beteiligen.
"Manche sind wohl etwas getrieben worden", so Donth, die meisten der Ausstellenden gaben aber wohl gerne ihre Werke, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mehr als 150 Exponate waren zu sehen, eine breite Palette an Kunstrichtungen konnte begutachtet und bestaunt werden. Und bewundert, denn: "Für jeden Künstler ist sein Kunstwerk zunächst mal ein ganz individueller Ausdruck einer Empfindung, eines Gefühls oder einer Vorstellung", hatte Römersteins Bürgermeister betont. Wie es überhaupt zu der Ausstellung gekommen ist? Der Römersteiner Horst Gläser war zu Michael Donth gekommen und hatte die Idee solch einer Hobbykünstlerausstellung mitgebracht.
Gläser wollte aber nicht allein seine eigenen Bilder präsentieren, er kenne noch einige andere Künstler in Römerstein, wie der Bürgermeister am Freitagabend erzählte. "Ich habe die Idee sofort aufgegriffen", sagte Donth. Beim Blick in den Terminkalender einigten sich die beiden auf das vergangene Wochenende, ein Aufruf im Mitteilungsblatt folgte und bald schon hatten sich die 14 Künstler gefunden.
Doch neben der kreativen Arbeit der Kunstschaffenden steckte noch mehr hinter der Veranstaltung in der Böhringer Festhalle: Schließlich mussten Stellwände und Podeste organisiert werden, was vom Rathaus übernommen wurde. Der Bauhof hatte die Utensilien aufgebaut, die Künstler selbst sich zudem um die Häppchen gekümmert, sie sogar selbst gebacken.
Der TSV Böhringen sorgte an allen drei Tagen für die Bewirtung - was einmal mehr beweist, dass der Zusammenhalt in den Dörfern noch deutlich besser funktioniert als anderswo. Selbst, wenn es um das Schöngeistige, um die Kunst geht.






